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Einwohner Kaliforniens dürfen ab August kein Wasser mehr außerhalb ihres Hauses verbrauchen

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Baku, den 19. Juli (AZERTAG). Kalifornien leidet seit mehreren Jahren unter Trockenheit, der vergangenen Winter war besonders regenarm. Nach Ausbleiben der Winterregenfälle sind die Wasservorräte in Flüssen und Reservoiren auf einen Tiefstand gesunken.

Wie aus Presseberichten hervorgeht, hat der US-Westküstenstaat wegen einer anhaltenden schweren Dürre in Kalifornien wassersparende Maßnahmen beschlossen. Einwohner Kaliforniens dürfen ab August kein Wasser mehr außerhalb ihres Hauses verbrauchen. So soll während der Dürre Wasser gespart werden. Wer die Regeln missachtet, zahlt bis zu 500 Dollar Strafe - am Tag. Laut dem Entschluss des staatlichen Wasserausschusses vom Dienstag (Ortszeit) dürfen die Einwohner ab August ihre Bürgersteige und Einfahrten nicht mehr mit dem Gartenschlauch abspritzen, Springbrunnen mit Trinkwasser füllen oder Grünflächen so stark bewässern, dass überschüssiges Wasser abläuft. Schläuche zum Autowaschen müssen zudem eine Verschlussvorrichtung haben.

Nach Mitteilung des Ausschusses verbrauchen die meisten Kalifornier mehr Wasser außerhalb des Hauses als innen, etwa für ihre Gärten. Die Auflagen sollen die Bewohner zu größeren Sparmaßnahmen anhalten, hieß es. Verstöße können mit einer Strafe von bis zu 500 Dollar am Tag belegt werden.

Die anhaltende Dürre hat bereits deutliche Auswirkungen auf die Bauern in Kalifornien. Der Bundesstaat verfügt über die größten Anbauflächen in den USA. Landwirte mussten in diesem Jahr bereits mit rund einem Drittel weniger Wasser als üblich auskommen. Dies geht aus einem Bericht des Center for Watershed Sciences an der University of California, in Davis hervor. Die Forscher um Richard Howitt prognostizieren, dass die Dürre Kosten in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar verursachen wird, über 17.000 Arbeitsplätze könnten verloren gehen.

Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown hatte bereits im Januar einen Dürre-Notstand erklärt. Bürger und Kommunen waren seitdem aufgerufen, Wasser zu sparen, wo es eben geht. Schon damals war klar: Die Lage könnte sich in den kommenden Monaten noch verschärfen.

Kalifornien deckt nach Angaben der Nasa ein Drittel seines Wasserbedarfs mit Schmelzwasser aus den Bergen. Doch die Schneebedeckung habe nur zwischen 10 und 30 Prozent des Normalwerts gelegen. Rekorde gab es in diesem Jahr auch bei den Temperaturen: In San Francisco erreichten sie Mitte Januar 22 Grad, in Oakland sogar 28 Grad.

Nie zuvor war dort in diesem Zeitraum eine derartige Wärme gemessen worden. Entsprechend sah auf Satellitenbildern die Vegetation im kalifornischen Central Valley aus. Im Januar 2013 leuchtete das 600 Kilometer lange Tal prallgrün, heute ist es fast komplett bräunlich.

 

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