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Entschädigung für einen enteigneten Terminal in Manila

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Baku, 12. Oktober, AZERTAC

Mehr als ein Jahrzehnt lang stritt der Flughafenbetreiber Fraport um eine Entschädigung für einen enteigneten Terminal in Manila. Nun zahlt der philippinische Staat dem Unternehmen einen dreistelligen Millionenbetrag.

Fraport hat eine millionenschwere Rückzahlung für das gescheiterte Terminal-Projekt in der philippinischen Hauptstadt Manila erhalten. Der Frankfurter Flughafenbetreiber bekomme von den Philippinen 270 Millionen Dollar, teilte das Unternehmen mit. Darin enthalten ist der Verkauf eines 30-Prozent-Anteils an der philippinischen Betreibergesellschaft Piatco, von der sich Fraport nun getrennt hat. Der Konzern macht nach eigenen Angaben nun keine weiteren Ansprüche mehr in dem Rechtsstreit geltend.

Im Jahr 1997 hatte Piatco Verträge mit der Regierung in Manila geschlossen, nach denen ein neuer Terminal mit einer Kapazität von rund 13 Millionen Passagieren im Jahr am Flughafen der Hauptstadt errichtet und betrieben werden sollte. Nach der Fertigstellung 2002 und kurz vor der Eröffnung 2004 erklärte die neu gewählte Regierung den Kontrakt für ungültig und enteignete Piatco. Begründet wurde der Schritt damals mit Korruptionsvorwürfen.

Seitdem stritt der Piatco-Gesellschafter Fraport Chart zeigen um eine Entschädigung. Vor einem Jahr hatte der oberste Gerichtshof der Philippinen Piatco 510 Millionen Dollar Entschädigung zugesprochen. Da Fraport die Verluste bereits komplett abgeschrieben hatte, fließt ein Teil der Erstattung direkt in den Vorsteuergewinn. 40 Millionen Euro muss der Konzern an die Bundesregierung zurückzahlen, die wegen des geplatzten Manila-Geschäfts 2008 eine Garantie für Kapitalanlagen im Ausland beglichen hatte.

Ob und in welcher Höhe die verbleibende Rückzahlung an die Aktionäre weitergegeben werden soll, will der Vorstand zu einem späteren Zeitpunkt klären. Die endgültige Entscheidung darüber werden die Aktionäre treffen.

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