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Erbgut-Entschlüsselung soll Erträge steigern

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Baku, den 25. Juli (AZERTAG). Palmöl ist ein extrem wichtiger Rohstoff. Und gleichzeitig problematisch, falls für die Plantagen Regenwald gerodet wird. Forscher haben jetzt das Erbgut der Ölpalme entschlüsselt. Sie erhoffen sich davon künftig bessere Ausbeuten - zum Wohle der Natur.

Palmöl ist das meistgenutzte Pflanzenöl der Welt. Es ist vergleichsweise günstig zu gewinnen, weil der Ertrag pro Hektar Anbaufläche größer ist als etwa bei Erdnuss- oder Sojaöl. Die größten Hersteller sind Malaysia und Indonesien. In den Ländern mussten große ursprüngliche Wälder Palmöl-Plantagen weichen. Diese Monokulturen bedrohen aber die Artenvielfalt. Beide Staaten haben daher der Ausweitung von Plantagen einen Riegel vorgeschoben. Doch geht durch illegale Brandrodungen noch immer Regenwald verloren - und Waldbewohner wie etwa Orang-Utans sterben in den Flammen.

Um die negativen Folgen der Palmöl-Erzeugung einzudämmen, setzt die Regierung von Malaysia auch auf Grundlagenforschung: Das Malaysian Palm Oil Board (MPOB), eine staatliche Behörde, hat deshalb die Entzifferung des Ölpalmen-Erbguts finanziell unterstützt. Im Fachmagazin „Nature“ präsentieren Forscher um Rajinder Singh vom MPOB nun die Entschlüsselung des rund 1,8 Milliarden Basen umfassenden Genoms sowie eine weitere Arbeit, die sich speziell mit einem Gen beschäftigt, das die Ölausbeute beeinflusst. Das MPOB ist industrienah.

 

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