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Erdbeben in Indonesien: Zahl der Todesopfer auf 54 Tote gestiegen

Baku, 7. Dezember, AZERTAC 

Ein starkes Erdbeben hat in der Nacht Indonesien erschüttert. Dabei sind mindestens 54 Menschen ums Leben gekommen, wie der örtliche Armeechef Tatang Sulaiman mitteilte. Dutzende weitere wurden verletzt. Das einzige Krankenhaus in dem besonders betroffenen Bezirk Pidie Jaya sei nach Angaben des Leiters der örtlichen Katastrophenschutzbehörde, Puteh Manaf, wegen der hohen Zahl der eingelieferten Verletzten überlastet.

Wie die amerikanische Erdbebenwarte USGS angab, hatte das Beben eine Stärke von 6,4. Laut der indonesischen Behörde für Meteorologie, Klimakunde und Geophysik folgten mindestens fünf Nachbeben. Fernsehaufnahmen aus Pidie Jaya zeigen, dass einige Häuser infolge der Erdstöße ganz eingestürzt sind. Die Katastrophenschutzbehörde vermuteten viele unter den Trümmern eingeschlossene Menschen. Mit schwerem Gerät hoben Helfer Trümmerteile, um zu den Verschütteten zu gelangen.

Tausende Menschen waren in der Nacht in Panik auf die Straße gerannt. Das Beben rief Erinnerungen an Weihnachten 2004 wach. Damals hatten heftige Erdstöße mit der Stärke von mindestens 9,1 einen Tsunami ausgelöst. In der Stadt Banda Aceh und entlang der Küste kamen damals 180.000 Menschen um. Insgesamt forderte die Katastrophe rund um den Indischen Ozean mehr als 230.000 Menschenleben.

Indonesien wird regelmäßig von Erdbeben erschüttert. Der Inselstaat liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring mit äußerst vielen Vulkanen. Der aktuelle Erdstoß war mit einer Stärke von 6,4 verglichen mit früheren Beben in der Region leicht. Aber der Erdbebenherd lag nach Angaben der USGS nur acht Kilometer unter der Erdoberfläche. Solche Beben können erhebliche Schäden verursachen.

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