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Erdbeben in Südwestchina: Zahl der Todesopfer steigt auf 13

Baku, 9. August, AZERTAC

Nur etwa zehn Stunden nach den Erdstößen in Südwestchina hat ein zweites Beben den Nordwesten des Landes erschüttert. Während die Zahl der Toten in der südwestchinesischen Provinz Sichuan am Mittwochmorgen auf mindestens zwölf stieg, schreckte das zweite Beben die Menschen in der Region Xinjiang auf.

Die Stärke der neuen Erdstöße bezifferte das chinesische Erdbebenzentrum mit 6,6. Betroffen war der Kreis Jinghe in der autonomen mongolischen Präfektur Bortala, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Das neue Beben war auch in der 400 Kilometer westlich gelegenen Hauptstadt der Region, Ürümqi, zu spüren. Das Ausmaß der Schäden - und ob es auch dort Todesopfer gab - ist bisher unklar.

Mit dem Tageslicht konnten in Sichuan die Bergungs- und Aufräumarbeiten nach dem Beben vom Vorabend nahe dem Touristenpark Jiuzhaigou anlaufen. Die Zahl der Verletzten stieg auf 175, wie Staatsmedien berichteten. 28 von ihnen waren schwer verletzt. Der chinesische Katastrophenschutz befürchtet, es könnten bis zu hundert Menschen ums Leben gekommen sein.

Ausländische Touristen unter den Verletzten - Mindestens fünf der Toten waren Besucher der besonders in den laufenden Sommerferien beliebten Touristenattraktion. Der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge wurden mindestens zwei ausländische Touristen verletzt. Ein 18-jähriger Franzose erlitt durch einen herabfallenden Stein Beinverletzungen, eine Kanadierin eine leichte Kopfverletzung. Der Franzose habe Steinsplitter im rechten Bein und müsse umgehend operiert werden, um eine Infektion zu vermeiden, sagte ein Arzt laut Xinhua.

Das Beben hatte nach offiziellen Angaben die Stärke 7,0. Retter suchten in Trümmern nach Verschütteten oder trugen Verletzte in Sicherheit, wie auf Bildern in sozialen Medien zu sehen war.

Mehr als 1200 Helfer waren nach Angaben des Staatsfernsehens in Sichuan im Einsatz. Auch vier Hubschrauber wurden eingesetzt, zudem waren Hunderte Soldaten und medizinisches Personal auf dem Weg ins Erdbebengebiet.

Zum Zeitpunkt der Naturkatastrophe sollen sich den Behörden zufolge mehr als 38.000 Touristen in Jiuzhaigou aufgehalten haben. In Sichuan kommt es häufig zu Erdstößen. Ein verheerendes Beben im Mai 2008 forderte fast 70.000 Todesopfer.

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