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Experten: Trümmerteil in Tansania stammt höchstwahrscheinlich von Flug MH370

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Baku, 29. Juli, AZERTAC

Experten gehen davon aus, dass ein in Tansania gefundenes Wrackteil von der verschwundenen Malaysia-Airlines-Maschine stammt. Angehörige der Passagiere protestieren gegen das geplante Ende der Suche nach dem verschwunden Flugzeug.

In Tansania ist ein Teil einer Flugzeug-Tragfläche angeschwemmt worden. Das Wrackteil stammt nach Einschätzung australischer Experten höchstwahrscheinlich von dem verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeug. Das teilte das australische Verkehrsministerium mit.

Das mehr als zwei Meter lange Trümmerstück wird in Australien von Luftfahrtexperten untersucht. Es war im Juni auf der Insel Pemba im ostafrikanischen Sansibar-Archipel entdeckt worden. Die Inselgruppe liegt Tausende Kilometer von der angenommenen Absturzregion entfernt. Die Untersuchungen an dem mutmaßlichen Wrackteil sollen weitergehen.

Die Boeing mit 239 Insassen wich am 8. März 2014 eine Stunde nach dem Start in Kuala Lumpur vom Kurs nach Peking ab und verschwand. Satelliten fingen Signale auf, die nahelegen, dass die Maschine noch sieben Stunden Richtung Süden flog. Wahrscheinlich stürzte sie, als der Treibstoff ausging, im Indischen Ozean westlich von Australien ab.

Es gibt Vermutungen, der Pilot könnte die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht haben.

Das 120.000 Quadratkilometer große Suchgebiet ist fast vollständig abgesucht. Bislang sind nur Trümmerteile an Küsten im südlichen Afrika angespült worden. Experten haben einige mit großer Wahrscheinlichkeit als Teile des Flugzeugs identifiziert.

Die Suche soll voraussichtlich bis Dezember abgeschlossen sein. Forscher haben allerdings jüngst vorgestellt, wo sie weitergehen könnte.

Die Verkehrsminister der beteiligten Länder Malaysia, China und Australien hatten vor einer Woche angekündigt, die bislang mehr als 120 Millionen Euro teure Aktion danach bis auf Weiteres zu unterbrechen, wenn es keine neuen Erkenntnisse gebe.

Dagegen protestierten nun Angehörige der chinesischen Passagiere vor dem Außenministerium in Peking. "Mein Sohn ist in dem Flugzeug. Wie kann sich ein so großes Flugzeug einfach auflösen?", sagte der Vater Li Eryou (59). "Führende Politiker brechen ihr Versprechen, weiterzusuchen, bis sie Antworten finden."

Rund zwei Dutzend Familienmitglieder hatten sich versammelt, um Politikern einen Beschwerdebrief zu übergeben. "Wir sind sehr traurig und wütend über die gemeinsame Entscheidung der drei Länder", hieß es darin. "Wir wollen wissen, wer verantwortlich ist."

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