GESELLSCHAFT


Extrem-Jogger haben ein etwa genauso hohes Sterberisiko wie Sportmuffel

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Baku, 18. Februar, AZERTAG

Extrem-Jogger leben genauso gefährlich wie Sportmuffel. Das haben dänische Wissenschaftler nun herausgefunden. Ihren Untersuchungen zufolge sollte man nicht mehr als zweieinhalb Stunden pro Woche joggen.

Wer drei Stunden pro Woche joggt, tut seiner Gesundheit etwas Gutes - denkt man. Doch dass dieses Pensum kontraproduktiv ist, hat jetzt eine neue dänische Studie belegt. Demnach ist exzessives Joggen sogar schädlich für die Gesundheit. Die Wissenschaftler werteten für ihre Untersuchung, die im „Journal of the American College of Cardiology“ erschienen ist, Daten von 1098 gesunden Läufern und 3950 gesunden Nicht-Läufern aus. Dabei nahmen sie Laufstil, -dauer und -frequenz der Jogger unter die Lupe.

Die gute Nachricht für alle Sportler: Die Jogger hatten gegenüber den Nicht-Joggern insgesamt eine höhere Lebenserwartung. Die schlechte Nachricht für alle Intensivläufer: Extrem-Jogger haben ein etwa genauso hohes Sterberisiko wie Sportmuffel. Als extreme Jogger stuften die Wissenschaftler um Studienautor Peter Schnohr diejenigen ein, die mehr als vier Stunden pro Woche bei einem Tempo von elf Kilometern pro Stunde joggten.

Demnach birgt sehr intensives Joggen genauso hohe Gesundheitsrisiken wie keine Bewegung - gerade was Herz-Kreislauf-Erkrankungen angeht. Dabei soll Joggen verschiedenen Untersuchungen zufolge doch gerade Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Diabetes vorbeugen.

Die goldene Mitte scheint den aktuellen dänischen Studienergebnissen zufolge das richtige Maß zu sein: Wer eine Stunde bis maximal zweieinhalb Stunden pro Woche joggt, am besten aufgeteilt auf zwei bis drei Einheiten pro Woche, bei rund acht Kilometern pro Stunde, lebt demnach am gesündesten.

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