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Ford engagiert sich derzeit verstärkt im GT-Bereich

Baku, 1. Februar, AZERTAC

Nach der Übernahme der Formel 1 durch das amerikanische Unternehmen Liberty Media ist die Hoffnung groß, dass die Königsklasse nach Mercedes, Ferrari, Renault und Honda noch weitere Hersteller in die Serie locken kann - womöglich sogar einen aus Amerika selbst. Denkt man an die Geschichte der Formel 1 zurück, kommt einem dafür als erstes Ford in den Sinn, doch die erteilen der Meisterschaft auch unter dem neuen Eigentümer eine Absage.

"Ich sehe nicht, dass wir in nächster Zeit dort einsteigen werden", winkt Dave Pericak, Geschäftsführer von Ford Performance, gegenüber "Autosport"' ab. Ford hatte über Jaguar bis 2004 einen Fuß in der Tür und ist als Motorenhersteller (auch dank der Verbindungen zu Cosworth) einer der erfolgreichsten Marken in der Formel 1.

Seit man das Jaguar-Team allerdings an Red Bull verkaufte, ist Ford kein Teil der Königsklasse mehr und wird so schnell auch keiner mehr werden. Zum einen sei die Formel 1 dem Hersteller zu teuer, zum anderen möchte man bei Engagements sein Ziel erreichen: Die Technologie und das Personal entwickeln und dies in den Straßensektor bringen. "In jeder unserer Serien gibt es ein Element davon", betont Pericak.

Ford in anderen Meisterschaften aktiv - Ford engagiert sich derzeit verstärkt im GT-Bereich der Sportwagen-Meisterschaften WEC und IMSA und konnte 2016 auf Anhieb die GTE-Klasse bei den 24 Stunden von Le Mans gewinnen. Zudem ist man in der Rallye-Weltmeisterschaft WRC (über M-Sport) und in der Rallycross-Weltmeisterschaft WRX involviert.

Einen Einstieg in die IndyCar-Serie oder eben die Formel 1 wird es nicht geben, da man sich auf Serien mit Straßenrelevanz konzentrieren möchte - die Formelserien zählen derzeit nicht dazu. "Wir benutzen die Strecke, um unsere Technologien zu testen und zu verbessern und sie dann in die Straßenwagen zu bringen", so Pericak. "Das funktioniert derzeit sehr gut."

Zwischen 1967 und 2003 gewann Ford in der Formel 1 insgesamt 176 Grands Prix - den letzten überraschend durch Jordans Giancarlo Fisichella in Brasilien. Zwischen 1968 und 1981 holten Ford-gepowerte Fahrzeuge von Lotus, McLaren, Tyrrell oder Williams sogar zehn Konstrukteurstitel.

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