GESELLSCHAFT


Forscher in Norwegen 30 Plastiktüten im Magen von Wal gefunden

Baku, 2. Februar, AZERTAC

Forscher der norwegischen Universität Bergen haben 30 Plastiktüten und jede Menge Mikroplastik im Magen eines Wales gefunden. Das Tier musste am Wochenende auf der Insel Sotra westlich von Bergen getötet werden, weil es immer wieder in Richtung Land schwamm.

Da ein Cuvier-Schnabelwal in nördlichen Gewässern eigentlich nicht vorkommt, sollte der mehr als zwei Tonnen schwere Kadaver für das Naturhistorische Museum in Bergen aufbereitet werden. Bei der Obduktion in der meeresbiologischen Station der Universität machten die Forscher aber eine gruselige Entdeckung. Im Magen des Wals befanden sich große Mengen Plastikmüll.

Zu Jahresbeginn 2016 strandeten immer wieder Pottwale an der Nordseeküste. Insgesamt 30 verendeten in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, den Niederlanden, Großbritannien und Frankreich. In den Mägen der Tiere fand sich ebenfalls jede Menge Plastikmüll. Experten gehen jedoch davon aus, dass viele Faktoren bei ihrem Tod eine Rolle spielten, womöglich schwammen sie Tintenfischen hinterher.

Klar ist aber: Schätzungen zufolge landen jedes Jahr mindestens 2,7 Millionen Tonnen Kunststoff im Meer - manche Zahlen liegen auch deutlich darüber. Für Seevögel und Meeresbewohner, die den Müll fressen, ist das eine erhebliche Gefahr. Im Fall der Vögel haben Forscher herausbekommen, dass auch ein spezieller Geruch schuld daran ist, dass die Tiere den Kunststoff zu sich nehmen. Zwei Drittel aller Seevögel haben bereits Plastik im Magen.

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