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Forscher in Portugal die Überreste des wohl größten Landraubsauriers Europas gefunden

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Baku, den 6. März (AZERTAG). Fünf Tonnen Lebendgewicht und Reißzähne doppelt so lang wie die eines ausgewachsenen Weißen Hais: Forscher haben in Portugal die Überreste des wohl größten Landraubsauriers Europas gefunden.

Den wohl größten bisher bekannten Landraubsaurier Europas haben Forscher in Portugal entdeckt. Die Kieferfragmente weisen auf einen bis zu zehn Meter langen und fünf Tonnen schweren Jäger hin. Wahrscheinlich habe er andere große Saurier gejagt, berichten die Forscher.

Der Torvosaurus gurneyi wurde bis zu zehn Meter lang und wog vier bis fünf Tonnen, berichten die Forscher im Fachjournal „PLOS One“ nach einer umfassenden Analyse der Überreste.

Er sei einer der größten Landräuber seiner Zeit gewesen. „Die Länge der Zähne verrät uns, dass er vor allem größere Saurier gejagt hat.“ Die auch in Nordamerika nachgewiesene Sauriergruppe lebte im Oberjura vor etwa 150 Millionen Jahren.

Kein angenehmer Zeitgenosse - Erste Torvosaurus-Fossilien waren 1972 in der Morrison-Formation im US-Bundesstaat Colorado gefunden worden. Die Dinos waren sicher keine angenehmen Zeitgenossen – ihr wissenschaftlicher Name bedeutet „wilde Echse“.

Christophe Hendrickx und Octavio Mateus von der Universidade Nova de Lisboa hatten nun Kieferfragmente näher untersucht, die vor einigen Jahren nahe der portugiesischen Kleinstadt Lourinha entdeckt worden waren. Mit zehn Zentimetern waren die Reißzähne des Dinos doppelt so lang wie die eines Weißen Hais, schreiben die Forscher.

Große Ähnlichkeiten gab es zum Torvosaurus tanneri aus Nordamerika, sodass die Fragmente zunächst dieser Art zugeordnet worden waren. Einige Merkmale ließen jedoch auf eine eigene Art schließen, schreiben die Forscher nun nach einer vergleichenden Analyse.

Hinweis auf evolutionäre Parallelentwicklung - So weise der in Portugal gefundene Kiefer weniger als elf Zähne auf. Fossilien seiner amerikanischen Verwandten hätten dagegen meistens elf oder mehr. Weitere Unterschiede gab es bei der Knochenstruktur des Oberkiefers.

Die große Ähnlichkeit zwischen Torvosaurus tanneri und gurneyi werten die Forscher als Hinweis auf einen Vikariismus, also eine evolutionäre Parallelentwicklung nahe verwandter Arten bei räumlicher Trennung – in diesem Fall durch den frühen Atlantik.

Mit einer Schädellänge von gut einem Meter sei Torvosaurus gurneyi zwar kleiner als Tyrannosaurus, Carcharodontosaurus und Giganotosaurus gewesen, aber sicher einer der größten landlebenden Fleischfresser seiner Epoche.

Die Paläontologen hoffen nun, weitere Funde wie Oberschenkelknochen, Schienbein und embryonales Material der Raubsaurierart zuordnen zu können. Lourinha gilt als eine der wichtigsten europäischen Fundstellen für Saurier aus der Jurazeit.

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