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Frauen, die schlecht schlafen oder ständig müde sind, könnten ein Herzproblem haben

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Baku, den 21. Juli (AZERTAG). Frauen wähnen sich sicher, wenn es um Herzerkrankungen geht. Und so haben sie wenig Ahnung von Risikofaktoren – obwohl auch sie häufiger an Infarkten und Schlaganfällen sterben, als etwa an Krebs.

Die Studie ist gerade in Kanada erschienen. Das Herz-Institut der Universität Ottawa hat im vergangenen Jahr mehr als 1600 Frauen, die älter als 25 Jahre waren, befragt. Die Forscher wollten wissen, ob den Frauen klar war, was ihrem Herzen schadet und wie hoch ihr individuelles Risiko ist, am Herzen zu erkranken.

Den Frauen war, anders kann man es nicht zusammenfassen, nicht viel klar. Knapp die Hälfte von ihnen wusste noch, dass Rauchen nicht gut für ihr Herz ist. Nicht mal ein Viertel wusste, dass hoher Blutdruck und hohe Cholesterinwerte gefährlich sind.

Die meisten der Frauen sagten, dass sie mit ihrem Hausarzt über Gesundheitsfragen, auch über Vorbeugung, reden. Aber über ihr Herz hatte nur die Hälfte der Frauen je mit ihrem Arzt gesprochen.

Herzkrankheiten gelten immer noch als Männerkrankheiten. Das ist nur leider vollkommen falsch. Die Autorin der Studie sagte, dass Herzerkrankungen von Frauen „untererforscht, unterdiagnostiziert und unterbehandelt“ seien. Dabei sterben auch viele Frauen an Infarkten und Schlaganfällen – in Kanada sieben Mal häufiger als etwa an Brustkrebs.

Bei den Frauen beginnt ein Infarkt übrigens oft nicht mit starken Schmerzen im Brustkorb oder zwischen den Schulterblättern. Sie haben oft andere Symptome: einen kurzen Atem, plötzliche Übelkeit oder heftiges Bauchweh.

Frauen, die schlecht schlafen oder ständig müde sind, könnten ein Herzproblem haben. Wenn der Arzt uns nicht darauf anspricht, sollten wir ihn vielleicht darauf ansprechen. Manchmal kann es gut sein, sich ein bisschen mehr um sein Herz zu sorgen.

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