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GP Aserbaidschan: Hamilton auf Baku-Pole

 

Baku, 24. Juni, AZERTAC

Lewis Hamilton hat im Qualifying zum GP Aserbaidschan die schnellste Runde gedreht. Neben dem dreifachen Saisonsieger geht Valtteri Bottas in das Baku-Rennen. Ferrari hatte keine Chance gegen die Mercedes-Übermacht.

Es war ein spektakuläres Qualifiying in Baku. Mit zahlreichen Mauerküssen der Autos und einem Unfall. Und dem besten Ende für Lewis Hamilton. Der dreifache Weltmeister knallte im allerletzten Umlauf eine Fabelzeit auf den Asphalt. Hamilton umkurvte die 20 Ecken des Baku City Circuit in 1:40.593 Minuten.

Damit distanzierte er Teamkollege Valtteri BottasHier geht's zu passenden Produkten auf Amazon.de! um 0,434 Sekunden, der die erste Reihe für Silber perfekt machte. Für Hamilton ist es die fünfte Pole-Position in dieser Saison und die 66. der Karriere. Dem Briten fehlen dadurch nur noch zwei erste Startplätze, um mit Michael Schumacher gleichzuziehen. ”Wir haben das Auto über Nacht stark umgebaut“, berichtete der Pole-Mann nach einem schweren Trainingsfreitag. ”Es hat sich ausgezahlt. Vom dritten Training zum Qualifying gelang uns nochmals eine Steigerung. Es ging einfach darum, die Reifen anzuzünden.“

Ferrari belegt die zweite Startreihe. In der Reihenfolge Kimi Räikkönen vor Sebastian Vettel. Der große Abstand von 1,1 Sekunden zu Mercedes ist eine Überraschung. Danach hatte es nach den Trainingssitzungen nicht ausgesehen. Doch Mercedes und vor allem Hamilton bündelten im richtigen Moment die Kräfte und entschlüsselten das Reifenrätsel, mit dem in Baku alle konfrontiert werden.

Sebastian Vettel musste nach einem Leck im Wasserkreislauf im dritten Training auf den ersten Motor zurückrüsten. Der Ferrari-V6 hat bisher fünf Rennen auf dem Buckel. Zwar zeigte Ferrari am Freitag die beste Longrun-Pace, doch mit dem alten Triebwerk dürfte es für Vettel schwer werden, auf dem Stadtkurs ganz nach vorne zu kommen.

Red Bull hatte von der ersten Startreihe geträumt. Es wurde die dritte. Trotz des Motorenupgrades von Renault, das rund zwei Zehntel auf der Uhr bringt, verlor Max Verstappen fast 1,3 Sekunden Rückstand auf die Pole-Zeit. Teamkollege Daniel Ricciardo verunfallte im letzten Quali-Durchgang. Der Australier warf seinen Red Bull mit einem Drift in die Mauer von Kurve sechs und verursachte eine Unterbrechung von etwa neun Minuten. Es reichte nur für den zehnten Rang.

Force India reihte sich auf den Positionen sechs und sieben ein. Sergio Perez gewann das Trainingsduell gegen Esteban Ocon um 75 Tausendstel. Dahinter belegten Lance Stroll, der seinen Aufwärtstrend von Kanada bestätigt, und Felipe Massa die Ränge acht und neun.

Zwei Mercedes, zwei Ferrari, zwei Red Bull, zwei Williams und zwei Force India unter den besten 10: Der Rest des Feldes bestückte die Plätze auf der zweiten Seite des Quali-Tableaus. Angeführt von Daniil Kvyat im Toro Rosso. Der Russe setzte sich zum fünften Mal in diesem Jahr gegen Stallkollege Carlos Sainz durch, der knapp eineinhalb Zehntel langsamer war.

Der Spanier wird noch um drei Positionen rückversetzt. Es ist die Strafe für den Startunfall von Montreal. Das Aero-Paket aus modifiziertem Frontflügel und Low-Downforce-Heckflügel sowie das Software-Update für den Renault-V6 reichten nicht aus, um Toro Rosso entscheidend zu beflügeln.

Kevin Magnussen übersprang im Vergleich zu Teamkollege Romain Grosjean immerhin die erste Quali-Hürde. Der Däne wurde 13. Vor Nico Hülkenberg und Pascal Wehrlein. Während das Ergebnis für den Sauber-Pilot als Erfolg gewertet werden kann, ist es für den Le Mans-Sieger von 2015 eine Enttäuschung. Renault hängt am Baku-Wochenende weit hinter Force India und Williams zurück. Schon zwei Minuten vor Ende des zweiten Abschnitts kletterte Hülkenberg aus seinem Renault R.S.17.

Ein weiteres rabenschwarzes Wochenende durchlebt bislang McLaren-Honda. Fernando Alonso glückte im Qualifying nur die 16. schnellste Zeit. Immerhin stellte der Spanier auf 7:0 im teaminternen Duell gegen Stoffel Vandoorne, der 19. wurde. Beide McLaren rücken aufgrund diverser Strafen durch den Wechsel verschiedener Motorkomponenten (V6, Turbolader, MGU-H und MGU-K) weiter zurück. Sie werden das Rennen aus der letzten Reihe aufnehmen.

Romain Grosjean scheiterte ebenfalls im ersten Durchgang. Der Franzose bringt seinen HaasF1 VF-17 am bisherigen Baku-Wochenende nicht in Schwung. Wenig überraschend kam dagegen das Aus für Marcus Ericsson im Sauber.

Jolyon Palmer konnte nach seinem Schaden im dritten Training als eine Benzinleitung zerplatzt war, nicht am Abschlusstraining teilnehmen. Sollte Renault noch das Chassis wechseln müssen, muss der Engländer aus der Boxengasse starten. Ansonsten würde Palmer eine Reihe vorspringen.

 

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