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Garadagh: Flamme des Schlammvulkans "Otman Bozdag" erreicht eine Höhe von 300 Metern  VIDEO

Baku, 6. Februar, AZERTAC

Wie AZERTAC bereits berichtete, sind heute am 6. Februar in der Nähe der Sangachal Siedlung des Stadtbezirks Garadagh von Baku-31 Kilometer nördlich von der seismischen Station von Schirvan des seismologischen Dienstes der Republik zwei Schlammvulkane ausgebrochen.

Der erste Vulkan brach gegen 12:20 Uhr und der zweite um gegen 14:18 Uhr der Ortszeit.

Der erste Ausbruch dauerte etwa 3 Minuten 23 Sekunden und die zweite Eruption dauerte etwa 6 Minuten. Das erklärte einem AZERTAC-Korrespondenten vor Ort Mitarbeiter des Instituts für Geologie und Geophysik der Nationalen Akademie der Wissenschaften Aserbaidschans Orkhan Abbasov. Nach seinen Worten habe die Höhe der Flamme bei der zweiten Explosion etwa 270-300 Metern erreicht.

Trinidad ist auch nicht das einzige Land, in dem es von Erdgas angetriebene Schlammvulkane gibt. Im rohölreichen Aserbeidschan können die Matschhaufen bis zu 200 Meter hoch werden. Aus ihnen strömt sehr viel Methan-Gas, das sich gelegentlich durch Blitzschlag entzündet und dann tagelang als lodernde Feuerfontäne über dem Krater steht. Weltbekannt waren einst auch die aus Schlammvulkanen austretenden, bis zu zwei Meter hohen Methanfackeln von Pietramala nahe Florenz, die der italienische Physiker Alessandro Volta bereits 1778 untersucht hatte. Inzwischen sind diese Methanfackeln in der Toskana erloschen

"Otmän Bozdag" war zum letzten Mal noch vor 13 Jahren - im Jahr 2004 ausgebrochen. Etwa alle 20 Jahre kommt es vor, dass einer dieser Schlammvulkan ausbricht, wodurch Unmengen von Schlamm in die Umgebung verteilt wird und zig Meter hohe Flammen aus den Erdlöchern züngeln. Die Schlammvulkane könnten auch die Wurzel von Aserbaidschans Wortstamm sein, was so viel wie „Land des ewigen Feuers" bedeutet.

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