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Gefährliche Stoffe im Plastik: Wie Verpackungen uns dick machen

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Baku, 29. Januar, AZERTAC

Sind Lebensmittel in Plastik eingeschweißt, können gefährliche Weichmacher aus der Verpackung in unseren Körper gelangen - und sich auf unser Hormonsystem auswirken. Was genau dabei im Körper passiert, war bislang unklar. Deutsche Forscher konnten nun belegen, dass der Weichmacher DEHP unser Gewicht beeinflusst und dick machen kann.

Sie sind überall erhältlich und kaum mehr aus dem Alltag wegzudenken: Kunststoffverpackungen mögen praktisch sein, doch sie enthalten gefährliche Stoffe: Phthalate. Die sorgen dafür, dass die Verpackungen weich, biegsam und dehnbar sind. Doch sie können aus dem Kunststoff austreten und in die Lebensmittel übergehen – besonders bei fetthaltigen Lebensmitteln.

Gelangen die Weichmacher dann über die Haut oder durch die Nahrung in den Körper, wirken sie sich auf das Hormonsystem aus – und dadurch auf unser Gewicht. Das haben Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Zusammenarbeit mit dem Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) Adipositas-Erkrankungen der Universität und des Universitätsklinikums Leipzig festgestellt.

Sie haben Mäuse untersucht, deren Trinkwasser mit dem Phthalat DEHP versetzt war, und erkannt: Besonders die weiblichen Mäuse haben deutlich zugenommen. Dass das DEHP ihren Hormonhaushalt angegriffen hat, zeigte sich bei einem Bluttest: Der Glukosestoffwechsel war gestört. Außerdem befanden sich mehr ungesättigte Fettsäuren im Blut.

Wie genau der Weichmacher die Hormone verändert und das Gewicht beeinflusst, ist noch unklar. Die Forscher arbeiten weiter an der Lösung dieses Rätsels.

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