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Gegen Angriffe von Vögeln wehren sich Marienkäfer mit einem übelriechenden Sekret

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Baku, 6. Juni, AZERTAC

Kräftige Farben sind meist ein Warnsignal - egal ob im Straßenverkehr oder in der Natur. Forscher der University of Exeter haben dies nun am Beispiel von Marienkäfern gezeigt. Die Farbe der Deckflügel von Marienkäfern verrate Fressfeinden, wie giftig die Insekten seien, berichten Forscher der britischen University of Exeter im Fachmagazin „Scientific Reports“.

Den meisten Menschen ist der Siebenpunkt vertraut (Coccinella septempunctata) - es gibt aber etliche ähnliche Arten wie den in Europa und den USA eingebürgerten Asiatischen Marienkäfer (Harmonia axyridis) und den Zweipunkt (Adalia bipunctata). Ihre Färbung reicht von gelb, orange und rot bis zu braunem Camouflage-Look. Auch die Zahl der Punkte variiert.

Wer schon einmal einem Marienkäfer zu nahe gekommen ist, hat sicher eine Ladung des Sekrets abbekommen. Bei Gefahr scheiden die Käfer eine gelbliche Flüssigkeit aus speziellen Poren aus, die nicht nur übel stinkt und widerlich schmeckt, sondern für Angreifer wie Ameisen oder Vögel auch giftig sein kann.

Die Forscher haben fünf in Großbritannien vorkommende Marienkäfer-Arten untersucht. Die Giftigkeit maßen sie, indem sie das Sekret in Behälter mit Daphnien gaben. Je mehr der kleinen Krebstiere starben, umso giftiger wurde das Sekret eingestuft. Die Käfer mit der intensivsten Färbung - wie der Zweipunkt - hatten demnach die stärkste Abwehr zu bieten. Am harmlosesten zeigte sich der unauffällig gelbbräunlich gefärbte Nadelbaum-Marienkäfer (Aphidecta obliterata).

In einem zweiten Schritt prüften die Forscher, ob typische Fressfeinde den Zusammenhang zwischen Färbung und Gift-Sekret zu deuten wissen. Dafür fertigten sie Käfer-Attrappen der untersuchten Arten an und präsentierten diese Wildvögeln. Das Ergebnis: Die farbenprächtigsten Marienkäfer wurden am seltensten attackiert.

„Unsere Studie zeigt, dass die Farbe der Marienkäfer nicht nur offenbart, wie giftig sie für Feinde sind, sondern auch, dass Vögel dieses Signal verstehen“, erklärt Lina María Arenas von der University of Exeter.

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