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Gesündere Nahrung durch den geringeren Fleischkonsum trägt zum Klimaschutz bei

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Baku, 20. September (AZERTAG). Die Untersuchung der Umweltforscher zeigt, dass die gesündere Nahrung vor allem durch den geringeren Fleischkonsum auch zum Klimaschutz beiträgt. Gegenüber der durchschnittlichen, fleischbetonten Ernährung entstehen hier rund zwölf Prozent weniger Treibhausgase.

Bei einer vegetarischen Ernährung sind es sogar 26 und bei einer veganen 37 Prozent weniger. Die DGE empfiehlt, rund 70 Prozent weniger Fleisch zu essen, als in Deutschland üblicherweise verzehrt wird, also von rund 90 Kilo Fleisch und Wurstwaren auf 27 herunter zu gehen. Gleichzeitig sind in der gesunden Ernährung jedoch 30 Prozent mehr Milchprodukte vorgesehen. Die jeweiligen Bio-Varianten der jeweiligen Ernährungsweisen schneiden dabei unter Umweltgesichtspunkten deutlich besser ab.

Die Studie der Forscher zeigt klar, dass eine Ernährungsumstellung verbunden mit dem Kauf von Bio-Lebensmitteln sowohl für den Klimaschutz als auch für die eigene Gesundheit Vorteile hat. Für nicht einmal sieben Euro mehr pro Monat können sich viele Menschen biologisch und fair erzeugte Lebensmittel leisten.

Ohne die Ernährung auf „gesund“ umzustellen, also bei weiter hohem Fleischkonsum, wird die Öko-Variante jedoch deutlich teurer – laut Öko-Institut um rund 31 Prozent. Das Preisniveau von „Bio“ ist bekanntermaßen selbst bei Discountern und Bio-Supermärkten deutlich höher als das der Normalwaren.

Jeder kennt das, und Grießhammer geht es persönlich da nicht anders als vielen anderen Bio-Kunden: „Ich kann es nicht bestreiten: Auch ich habe mich selbst schon dabei ertappt, stirnrunzelnd einen Bioladen verlassen zu haben beim stillen Vergleich, was ich im konventionellen Laden gezahlt hätte.“

Ohne Ernährungsumstellung bleibt das Bio-Essen also eher etwas für gutsituierte Zeitgenossen. Freilich sind laut der Studie auch die „geringen“ Mehrkosten bei einer Ernährungsumstellung von drei Prozent „nicht in Stein gemeißelt“.

 

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