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Gewalttätige Proteste in Mexiko

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Baku, den 2. September (AZERTAG). In Mexiko haben sich bei Protesten gegen die Reformpläne der Regierung Demonstranten Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. In Mexiko-Stadt griffen am Rande einer Kundgebung gegen die geplante Öffnung des Energiesektors für ausländische Investoren maskierte Demonstranten Polizisten mit Steinen und Brandsätzen an. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Tränengas ein. Nach Angaben der Behörden wurden zwei Beamte verletzt und vier Demonstranten aus dem „anarchistischen Lager“ festgenommen. Die Beamten hätten 30 Molotow-Cocktails und 70 Feuerwerkskörper sichergestellt. Demonstranten machten Provokateure für die Ausschreitungen verantwortlich.

Parallel zu der Kundgebung marschierten Tausende Lehrer und Studenten aus Protest gegen den geplanten Umbau des Bildungssystems zum Parlament. Dort waren 34.000 Polizisten im Einsatz, um ein Eindringen der Protestierenden in das Gebäude zu verhindern. Nach weiteren Zusammenstößen zwischen der Polizei und maskierten Demonstranten wurde die Großkundgebung aus Sorge vor willkürlichen Festnahmen abgebrochen.

Seit Tagen campieren etwa 10.000 Lehrer auf einem zentralen Platz in der Altstadt, um einen von Präsident Enrique Peña Nieto geplanten Umbau des Bildungssystems zu verhindern. Als nächster Schritt steht ein Votum des Parlaments über Pläne an, die Beförderung der Lehrer und ihr Gehalt von dem Ergebnis einer regelmäßigen Evaluierung ihrer Arbeit abhängig zu machen.

Der konservative Präsident will allen Streiks, Protesten und Blockaden zum Trotz standhaft bleiben. Peña Nieto will am heutigen Montag seine erste Rede zur Lage der Nation halten. Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong reichte den Regierungsbericht zum Auftakt der neuen Sitzungsperiode im Parlament ein. In den ersten neun Monaten habe die Regierung „historische Reformen“ angestoßen, sagte er.

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