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Gewinner und Verlierer des Tierreichs des Jahres 2013

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Baku, den 20. Dezember (AZERTAG). Sie werden gehetzt, gejagt und aus ihren Lebensräumen gedrängt, Wilderei, Überfischung und Klimawandel bedrohen viele Tierarten. Doch für das Jahr 2013 gibt es laut WWF (World Wide Fund For Nature- eine der größten internationalen Naturschutzorganisationen der Welt) auch gute Nachrichten. Das sind die Gewinner aus dem Tierreich - und die Verlierer.

Haie, Amur-Leoparden und in Deutschland auch Wisente sind für den WWF die Gewinner des Jahres 2013. Für Löwen, Nashörner, Finnwale und Pinguine jedoch sieht die Jahresbilanz schlechter aus. Das größte Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier dauert an.

Welche Tierarten in der Bilanz vorkommen, bestimmt die Umweltorganisation anhand verschiedener Kriterien.

Amurleoparden zählen zu den am meisten gefährdeten Säugetieren der Welt, ihr Bestand hat aber in Russland wieder zugenommen. Mindestens 50 wurden bei Wladiwostok in einem Nationalpark gezählt. Auch in China wurden Tiere gesichtet.

Der Europäische Wisent ist durch Aussetzung im Rothaargebirge erstmals seit Jahrhunderten wieder in Deutschland heimisch. Derzeit prüfen WWF und die Berliner Humboldt-Universität weitere Ansiedlungsmöglichkeiten.

Auerhühner sind in Mitteleuropa akut gefährdet. In Deutschland leben derzeit nur noch 800 Brutpaare. Ein neuer Nationalpark im Schwarzwald wird ihnen jedoch künftig Lebensraum bieten.

Laut Internationalem Artenschutzübereinkommen Cites dürfen fünf bedrohte Haiarten (Heringshai, Weißspitzen-Hochseehai und drei Hammerhaiarten) nur noch nachhaltig gehandelt werden. Haie vermehren sich langsam und sind deshalb anfällig für Überfischung.

Ein Gewinner im Tierreich ist auch die Asiatische Tigermücke, die sich dank des Klimawandels in den Mittelmeerraum ausgebreitet hat. Gleichzeitig ist hier der Mensch Verlierer, denn die Stechmücken übertragen gefährliche Krankheiten wie das West-Nil-Fieber.

Elefanten und Nashörner sind wegen der Stoßzähne und Hörner nach wie vor stark von Wilderei bedroht: 2013 wurden in Afrika mindestens 22.000 Elefanten aus einem Gesamtbestand von rund 420.000 gewildert. Auch 900 der etwa 25.000 Nashörner in Afrika wurden getötet.

Auch für den Afrikanische Löwen geht es weiter abwärts: Derzeit leben in freier Wildbahn etwa 32.000 Tiere, rund 30 Prozent weniger als vor 20 Jahren und auf nurmehr einem Fünftel des ursprünglichen Verbreitungsgebiets. Viele Tiere werden erschossen, weil es Konflikte mit Viehzüchtern gibt.

Isländische Fischer erlegten 2013 mehr als 130 der bedrohten Finnwale. Nach zwei Jahren Enthaltsamkeit wertet der WWF die Jagd als „Rückfall in dunkle Zeiten“.

Nachdem die Ausweisung großer Meeresschutzgebiete in der Antarktis erneut gescheitert ist, sieht der WWF das Südpolarmeer als Heimat von fünf Pinguinarten immer stärker unter Druck. Davon sind auch die Königspinguine betroffen.

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