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Great Barrier Reef

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Baku, 22. September, AZERTAC

Die Pläne der australischen Regierung zur Rettung des Great Barrier Reef sind unzureichend, kritisieren Experten. Das Weltnaturerbe sei in einem schlechten Zustand, Schutzmaßnahmen würden zu langsam umgesetzt.

Die Warnungen sind deutlich: Das Great Barrier Reef sei in einem schlechten Zustand und die Maßnahmen, die die australische Regierung zum Schutz des Weltnaturerbes plant, würden zu langsam umgesetzt. So heißt es in einem jetzt veröffentlichten Bericht der Bundes- und Landesregierung von Queensland.

In dem Bericht bemängeln die Experten vor allem die schlechte Wasserqualität entlang der Küste - hauptsächlich eine Folge von zu viel Pestizideinsätzen in der Landwirtschaft. Auch der Klimawandel macht dem Riff und seinen Bewohnern zu schaffen. Durch die steigenden Meerestemperaturen sterben die Korallen, so hat das Great Barrier Reef in den vergangenen 30 Jahren etwa die Hälfte seiner Korallendecke eingebüßt. Immerhin hätten sich die Seegräser im Great Barrier Reef in Küstennähe in letzter Zeit etwas erholt.

Das Great Barrier Reef liegt in einem rund 345.000 Quadratkilometer großen Meeresschutzgebiet vor der Nordostküste Australiens. 1981 wurde dessen Unterwasserwelt von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt. Es ist nicht nur Heimat vieler seltener Tier- und Pflanzenarten, sondern auch entscheidend für das Ökosystem der Meere. Seit Jahren schrumpft das Korallenriff in Folge des Klimawandels sowie von Wasserverschmutzung, der Hafenwirtschaft und der Fischerei.

Das weltgrößte Korallenriff steht seit geraumer Zeit unter Beobachtung durch das Welterbekomitee. 2014 waren Australiens Pläne für gigantische Häfen bekannt geworden, bei deren Bau gewaltige Mengen Baggergut in das Riff geleitet werden sollten. Dieses Vorhaben hat die australische Regierung dann aber gestoppt, wie Mitte März von Umweltminister Greg Hunt bekannt gegeben wurde.

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