WIRTSCHAFT


Großbritannien verkauft Lloyds-Anteile mit Milliardengewinn

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Baku, den 17.September (AZERTAG). Der Ausstieg hat begonnen. Die britische Regierung hat ein Paket mit Aktien der Großbank Lloyds für 3,2 Milliarden Pfund abgestoßen. Mit dem zunächst recht kleinen Anteilsverkauf soll der Markt getestet werden.

Die britische Regierung hat milliardenschwere Anteile an der Großbank Lloyds Chart zeigen losgeschlagen. Durch den Verkauf eines Aktienpakets von sechs Prozent nahm sie am Dienstag 3,2 Milliarden Pfund (3,8 Milliarden Euro) ein, teilte die staatliche Agentur UKFI mit. Der Staat hält damit noch 32,7 Prozent an der Bank, die er in der Finanzkrise im Jahr 2008 mit mehr als 20 Milliarden Pfund vor dem Zusammenbruch retten musste.

„Es ist ein weiterer Schritt bei der Instandsetzung der Banken, es ist ein weiterer Schritt, das Geld der Steuerzahler zurückzuholen und es ist ein weiterer Schritt, unsere Staatsschulden abzubauen“, sagte der britische Finanzminister George Osborne.

Insgesamt verkaufte die Regierung 4,28 Milliarden Aktien zum Stückpreis von 75 Pence. Die Regierung hatte bei ihrem Einstieg im Schnitt 73,6 Pence für die Lloyds-Aktien bezahlt - somit machte sie nun ein rechnerisches Plus von rund 60 Millionen Pfund. Die Bilanz für den Staat fällt allerdings noch besser aus.

Mit dem zunächst recht kleinen Anteilsverkauf wollte die Regierung den Markt testen. Bereits im Juni hatte Finanzminister Osborne ihn auf die geplante Transaktion vorbereitet. Dabei ließ er keinen Zweifel, dass das Institut wieder komplett in private Hände kommen soll.

Lloyds-Chef Antonio Horta-Osorio hat das Institut seit seinem Amtsantritt im Jahr 2011 saniert. Es schreibt wieder Gewinne und kommt bei der Kostensenkung und der Stärkung der Kapitaldecke schneller voran als geplant. Investoren hoffen darauf, dass Lloyds ab kommendem Jahr wieder Dividende zahlt.

Wann die britische Regierung die restlichen Anteile an der Bank verkaufen will, hält sie sich noch offen. Die Finanzagentur kündigte lediglich an, dass es in den nächsten 90 Tagen zunächst keine weiteren Schritte geben solle. Es gibt allerdings eine Hintertür für den Fall, dass die Mehrheit der beteiligten Berater einem früheren Verkauf schriftlich zustimmt. Die Regierung ließ sich bei dem Geschäft von den Investmentbankern von JPMorgan, Bank of America und UBS helfen.

 

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