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Grubenunglück in Nicaragua

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Baku, den 30. August (AZERTAG). Nach einem Grubenunglück mit zunächst 28 Vermissten im Nordosten Nicaraguas sind Medienberichten zufolge 20 Bergarbeiter aus rund 800 Metern Tiefe gerettet worden. Fünf Menschen würden in der illegal betriebenen Goldmine in einer entlegenen Bergregion unweit der Atlantikküste noch vermisst, teilte die Regierung in der Nacht zum Samstag mit. Nach ihnen werde weiter gesucht. Offiziell wurde jedoch kein Todesopfer bestätigt.

Die Arbeiter waren am Donnerstag verschüttet worden. Heftige Regenfälle hatten einen Erdrutsch ausgelöst, durch den ein Stollen verschlossen wurde. Insgesamt 28 Bergleute galten danach als vermisst, zwei in geringer Tiefe verschüttete Arbeiter konnten sich später jedoch selbst befreien. Die Bergungsarbeiten in der nicht offiziell betriebenen Schürfanlage gestalteten sich schwierig, weil das Gelände durch den Regen instabil war. Das Unglück ereignete sich in der Ortschaft Bonanza, in einer Bergregion im Nordosten des Landes, unweit vom Atlantik.

Wasser und Lebensmittel als erste Hilfe

Die Rettungsarbeiten gestalteten sich schwierig, sagte Regierungssprecher Rosario Murillo. Die Rettungskräfte versuchten, die Eingeschlossenen mit Wasser und Lebensmitteln zu versorgen. Honduras und weitere mittelamerikanische Staaten boten demnach Hilfe an.

Bei der Mine handelt es sich um eine nicht offiziell betriebene Schürfanlage für Gold, die unter dem Namen Cerro El Comal bekannt ist. Im Norden von Nicaragua fördert das Unternehmen Hemco seit Mitte der 90er Jahre das Edelmetall. Nach Angaben von Dorfbewohnern kam es in der Region bereits zuvor zu Minenunglücken.

 

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