WIRTSCHAFT


Handel Chinas in diesem Jahr allerdings unterschiedlich

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Baku, 8. Dezember, AZERTAC

Seit Monaten kennt die Entwicklung bei Chinas Exporten und Importen nur eine Richtung: steil nach unten. Im November führte die Volksrepublik erneut deutlich weniger Waren aus und ein als im Vorjahresmonat.

Die schwache Konjunktur im In- und Ausland bremst weiter Chinas Außenhandel. Im November gingen Exporte und Importe erneut deutlich zurück. Die Volksrepublik führte Waren im Wert von 1,25 Billionen Yuan (rund 180 Milliarden Euro) aus, das sind 3,7 Prozent weniger als im November vergangenen Jahres. Die Einfuhren fielen um 5,6 Prozent auf 910 Milliarden Yuan (130 Milliarden Euro), wie die staatliche Zollverwaltung mitteilte. Insgesamt schrumpfte der Außenhandel um 4,5 Prozent. Es war der neunte Monat mit einem Rückgang in Folge.

Rechnet man statt in chinesischen Yuan in US-Dollar, war es allerdings erst der fünfte Monat in Folge mit einem Rückgang - allerdings fällt das Minus für November dann noch höher aus: Auf Dollarbasis fielen die Ausfuhren im Jahresvergleich um 6,8 Prozent, die Einfuhren um 8,7 Prozent.

Der Rückgang der Importe deutet auf mangelnde heimische Nachfrage durch die langsamere Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft hin. Nach dem jahrelangen Boom steuert die Volksrepublik 2015 auf das schwächste Wachstum seit einem Vierteljahrhundert zu. Die Regierung peilt ein Plus von sieben Prozent an, nachdem die Volkswirtschaft im Vorjahr noch um 7,3 Prozent wuchs. Der IWF rechnet nur noch mit 6,8 Prozent.

Allerdings hat die Führung in Peking die Ziele für die kommenden Jahre bereits deutlich reduziert. Im Oktober gab sie bekannt, in den kommenden fünf Jahren ein Wachstum von 6,5 Prozent erreichen zu wollen. Im dritten Quartal dieses Jahres lag das Wachstum aber bereits unter der Sieben-Prozent-Marke.

Im Detail entwickelte sich der Handel Chinas in diesem Jahr allerdings unterschiedlich. Während der Warenaustausch mit der Europäischen Union, dem größten chinesischen Handelspartner, in den elf Monaten um 7,7 Prozent fiel, wurde im Handel mit den USA hingegen ein Plus von 1,9 Prozent erreicht.

Trotz des sinkenden Außenhandels erzielt China immer noch hohe Überschüsse. Weil die Einfuhren noch stärker abnahmen als die Ausfuhren, erhöhte sich der Handelsüberschuss auf Yuan-Basis sogar erneut um zwei Prozent. In Dollar gerechnet sank der Überschuss vom Rekordwert im Oktober von 61,7 Milliarden Dollar auf 54,1 Milliarden Dollar.it einem Rückgang in Folge.

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