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„Harte Landung“ auf dem Halifax International Airport

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Baku, 30. März, AZERTAC

Ein Airbus A320 von Air Canada ist einer Bruchlandung in Halifax schwer beschädigt worden. Rund zwei Dutzend der insgesamt 138 Personen an Bord kamen zur Beobachtung und Behandlung leichter Verletzungen ins Krankenhaus, die meisten konnten nach wenigen Stunden entlassen werden. Man sei sehr erleichtert, dass es keine schweren Verletzungen gegeben habe, sagte ein Air-Canada-Manager.

Die Maschine sank beim Anflug während eines Schneesturms zu schnell, traf eine Stromleitung und kam vor der Landebahn auf dem Boden auf. Auf dem Flughafengelände streifte die Maschine zudem Antennen, wodurch das Fahrwerk abriss. Zudem verlor die Maschine bei dem Aufprall ein Triebwerk und die Nase. Das Flugzeug schlitterte noch 300 Meter weiter, ehe es zum Stillstand kam.

„Sie sind 330 Meter vor der Landebahn runtergekommen, also würde ich sagen, dass sie ziemlich viel Glück hatten“, sagte Mike Cunningham von der zuständigen Verkehrssicherheitsbehörde. Die Maschine habe in der Tat eine Leitung durchtrennt, wodurch auf dem Flughafen der Strom ausgefallen sei. Die beiden Flugschreiber wurden der Behörde zufolge geborgen und zur Auswertung weitergegeben.

Der Airbus A320 mit 133 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern war am Samstagabend (Ortszeit) in Toronto gestartet. Bei der Ankunft am frühen Sonntagmorgen auf dem Halifax International Airport sei es zu einer „harten Landung“ gekommen und die Maschine von der Bahn gerutscht, sagte Flughafensprecher Peter Spurway.

Besatzung und Passagiere hätten die Maschine innerhalb einer Minute verlassen. „Wir haben die Türen aufgetreten, sind auf den Flügel gesprungen und dann gerannt, weil wir von dem Flugzeug wegwollten, falls es eine Explosion gibt“, sagte Passagier Dominic Stettler.

„Das war keine harte Landung. Das war ein echter Crash“, sagte Passagier Mike Magnus, der in der ersten Reihe saß. „So nah bin ich dem Tod noch nie gekommen.“ Manche der Insassen standen nur in Socken für bis zu 50 Minuten auf der verschneiten Landebahn, ehe Busse kamen. „Die Leute waren glücklich, am Leben zu sein, aber nach einer Weile wurde es lästig, in klirrender Kälte warten zu müssen. Ich hatte nur ein Golf-Shirt an“, sagte Magnus.

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