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Hundert Tote bei Stammeskämpfen im Sudan

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Baku, den 12. August (AZERTAG). Bei Kämpfen zwischen arabischen Stämmen im Sudan sind mindestens hundert Menschen ums Leben gekommen. Der ethnische Konflikt eskaliert um Land- und Schürfrechte.

Seit Monaten machen sich das Rezeigat-Volk und die rivalisierenden Maaliya in der Konfliktregion Darfur gegenseitig für Viehdiebstähle verantwortlich. Am Wochenende sind die Streitigkeiten eskaliert, berichtet die Zeitung „Sudan Tribune“.

Wie ein Stammesvertreter der Rezeigat am Sonntag sagte, wurden etwa 70 Maaliya bei dem Angriff auf einen ihrer Stützpunkte getötet. Die Rezeigat hätten 30 Kämpfer verloren. Die Lage sei weiter angespannt. Weitere Kämpfe seien zu befürchten. Er warf dem Gegner vor, Dörfer niedergebrannt zu haben.

Der Stamm der Rezeigat ist der größte Viehzüchter des Südsudans. Die immer wieder aufflammenden Kämpfe zwischen den arabischen Volksgruppen sind ethnisch motiviert, Streitpunkt sind aber auch Landrechte.

In Darfur gibt es seit Wochen immer wieder schwere Kämpfe rivalisierender Clans. Erst Ende Juli waren bei Gefechten zwischen Misserija-Mitgliedern und Angehörigen des Salamat-Volkes im Streit um Goldminen und Schürfrechte vermutlich 134 Menschen getötet worden.

Seit sich 2003 schwarzafrikanische Rebellen gegen die arabische Regierung in Khartum erhoben haben, sind in Darfur Gesetz und Ordnung zusammengebrochen. Allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres sind nach Angaben der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union etwa 300.000 Menschen vor den Zusammenstößen geflohen.

 

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