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Hunderte Flüchtlinge im Mittelmeer vermisst

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Baku, 5. August, AZERTAC

Nach der Havarie eines heillos überfüllten Fischerbootes vor der Küste Libyens werden Hunderte Tote befürchtet, teilte die italienische Küstenwache mit. Lediglich etwa 100 der Insassen seien bisher gerettet worden, heißt es.

„Wir befürchten, dass bis zu 700 Menschen ertrunken sein könnten“, sagte Leonard Doyle, Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM). 150 bis 200 Menschen seien offenbar gerettet worden. Drei Schiffe bemühten sich um Rettung der Schiffbrüchigen.

Das völlig überladene hölzerne Fischerboot sei 25 Meilen vor der libyschen Küste ins Schlingern geraten, als die Menschen sich auf eine Seite drängten. Der in Seenot geratene Kutter kenterte nach Angaben des italienischen Rundfunks bei der Ankunft eines irischen Marineschiffs. Die italienische Küstenwache beorderte umgehend zahlreiche Schiffe an den Unglücksort. Per Satellitentelefon war sie am Morgen von dem Kutter zu Hilfe gerufen worden.

In den ersten sieben Monaten des Jahres 2015 sind nach Angaben der IOM bereits über 2 000 Flüchtlinge auf dem Seeweg von Nordafrika nach Europa gestorben. Das sind etwa 400 mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres.

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