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Hurrikan "Matthew" zerstört Ostküste der USA

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Baku, 8. Oktober, AZERTAC

Hurrikan "Matthew" bewegt sich weiter an der Ostküste der USA entlang. Vier Menschen starben dort bislang. Wetterexperten sprechen von einem Jahrhundertsturm.

In South Carolina dürfte Hurrikan "Matthew" am Samstagmorgen mit voller Wucht auf Land treffen. Die Behörden haben in dem US-Bundesstaat den Notstand ausgerufen, wie schon in Florida und Georgia. Millionen Menschen bringen sich in Sicherheit, aus Angst vor einem Jahrhundertsturm, der in der Karibik bereits Hunderte Menschen getötet und verheerende Zerstörungen angerichtet hat.

Als "Matthew" den Südosten der USA erreichte, war der Sturm zwar schon auf die Kategorie zwei auf einer Skala von fünf herabgestuft worden. Er zieht aber weiter mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Kilometern pro Stunde von der Küste Floridas Richtung Georgia und South Carolina. US-Präsident Barack Obama sagte, die Gefahr sei noch nicht vorüber: "Das ist immer noch ein wirklich gefährlicher Hurrikan", sagte er. Erst am Sonntag soll sich der Wirbelsturm laut dem Nationalen Hurrikan-Zentrum NHC wieder von den US-Küste entfernen.

Im Bundesstaat Florida starben vier Menschen wegen des Wirbelsturms, der Straßen unter Wasser setzte und die Stromversorgung von mehr als einer Million Menschen zusammenbrechen ließ. "Wetterexperten haben 'Matthew' als einen Sturm beschrieben, der so einmal im Jahrhundert vorkommt", sagte Bürgermeister Lenny Curry in Jacksonville in Florida, wo fast die Hälfte der 850.000 Einwohner in Sicherheit gebracht werden mussten.

Sogar am Nasa-Weltraumbahnhof Cape Canaveral richtete der Wirbelsturm erhebliche Schäden an. Die Dächer mehrerer Gebäude im Kennedy Space Center seien beschädigt, Strom- und Wasserversorgung seien unterbrochen, erklärte Nasa-Sprecher Brian Dunbar.

Seit dem 29. September war der Hurrikan von Kolumbien über Jamaika und die Dominikanische Republik sowie Kuba und die Bahamas hinweggefegt. Besonders schwer aber wurde der Karibikstaat Haiti getroffen, das ohnehin eines der ärmsten Länder der Welt ist. Im Süden Haitis sind mindestens 29.000 Häuser zerstört worden. Die Zahl der Toten ist bereits auf fast 900 gestiegen.

Der Sturm war mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 233 Stundenkilometern über das Land hinweggefegt. In dem verarmten Karibikstaat stehen nun Zehntausende Menschen ohne Unterkunft da. Zusätzlich leidet das Land noch immer unter den Folgen des schweren Erdbebens vor sechs Jahren mit mehr als 200.000 Toten. Jetzt kehrt die Angst vor Epidemien wie Cholera zurück. Der Hilfsorganisation Care-France zufolge sind eine Million Menschen in Haiti hilfebedürftig: "Viele Einwohner haben alles verloren. Sie haben nichts mehr außer der Kleidung, die sie tragen."

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