POLITIK


III.globales Forum: Sitzung zum Thema „Die wichtigsten Herausforderungen der neuen Weltordnung“ VIDEO

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Baku, 28. April, AZERTAC

Nach dem offiziellen Teil hat das dritte Weltforum seine Arbeit mit einer Sitzung zum Thema „Die wichtigsten Herausforderungen der neuen Weltordnung“ fortgesetzt.

Moderator der Sitzung, ehemaliger bolivianischer Präsident Jorge Quiroga zeigte sich zuversichtlich, dass in der Sitzung sehr fruchtbare Diskussionen um die Probleme der neuen Weltordnung und deren Lösung geführt werden.

In seiner Rede zeigte der ehemalige Präsident der Türkei Abdullah Gül sich zufrieden über seine Teilnahme am Forum und schätzte das Forum im Hinblick auf die Vertrauensbildung in einer Atmosphäre einer neuen Weltordnung hoch ein.

In seiner Rede sprach er auch von dem armenisch-aserbaidschanischen Konflikt um die Region  Berg-Karabach-Konflikt und erinnerte daran, dass als Folge dieses Konfliktes die aserbaidschanischen Staatsgebiete seit mehr als 20 Jahren von armenischen Truppen bisher noch besetzt gehalten werden, mehr als eine Million Bürger des Landes aus ihren ständigen Wohnorten vertrieben wurden. Dieser Konflikt stellt eine ernste Bedrohung für den Frieden in der Region dar, fügte er hinzu. Die internationale Gemeinschaft und die Länder, die am Verhandlungsprozess teilnehmen, sollen sich ihre Bemühungen um die Lösung des Problems intensivieren. Solche Fälle üben einen negativen Einfluss auf die Weltordnung aus. Die Nicht-Lösung von solchen Konflikten verursacht die Senkung des Vertrauens zu internationalem System, sagte A.Gül. Daher sollte die Rolle der internationalen und regionalen Organisationen gestärkt werden, so der ehemalige türkische Präsident.

Der ehemalige kanadische Premierminister Jean Chretien sprach über die Auswirkungen von Energiefaktoren auf die Weltpolitik. Der Einfluss des Energiefaktors hat sich in den letzten Jahren in der Politik der Vereinigten Staaten verringert, sagte er. Zudem sagte Jean Chretien, dass die Interesse der Vereinigten Staaten auch im Nahen Osten und in Südamerika sich nach und nach senken.

Ehemaliger Präsident von Nigeria Olusegun Obasanjo berührte in seinem Auftritt die Hauptprobleme seines Landes. Die größte Bedrohung für die Stabilität, Demokratie in Nigeria ist die Terrorgruppe Boko Haram, sagte er. Der Redner sprach von den Gründen der Entstehung von Boko Haram und brachte das  mit einem niedrigen Bildungsniveau im östlichen Teil des Landes im Zusammenhang. Um all diese Probleme zu lösen, sollten in Nigeria die Demokratie und Bildung entwickelt, die Arbeitslosigkeit abgeschafft werden, sagte er.

Der ehemalige griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou berührte in seiner Rede eine effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen in Aserbaidschan.

Er sagte, dass die Lösung von Konflikten und Problemen nur durch eine internationale Zusammenarbeit möglich ist.

Der ehemalige Präsident von Slowenien Danilo Türk betonte in seiner Rede die Bedeutung der Anpassung von Vereinten Nationen  an die neue Weltordnung und ging davon aus, dass dieser Prozess möglich ist. Er sagte, dass die UNO als eine Struktur, die in der Lage ist, die Änderungen in der Welt zu beeinflussen, sich  diesen Veränderungen anpassen und zur Bildung eines multipolaren Systems in der Welt beitragen muss. Danilo Turk lobte die Rolle Vereinten Nationen in Afrika und sagte, dass sie ihre Aktivitäten auch im Nahen Osten stärken sowie ihre Zusammenarbeit mit Akteuren der regionalen Sicherheit entwickeln soll.

Ehemaliger Generalsekretär der Arabischen Liga Amr Moussa sagte in seiner Rede, dassMangel an Vertrauen in der neuen Welt das Vertrauen zu internationalem System abschwächt.

Nach den Reden, fanden die Diskussionen um das Thema statt.       

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