WIRTSCHAFT


IWF und Weltbank beginnen Herbstagung

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Baku, 6. Oktober, AZERTAC 

Internationaler Währungsfonds (IWF) und Weltbank eröffnen heute offiziell ihre Herbsttagung in Washington. Laut der Auskunft des Pressedienstes des aserbaidschanischen Ministeriums der Finanzen gegenüber der Nachrichtenagentur AZERTAC ist Aserbaidschan in der Tagung durch eine Delegation um den Finanzminister Samir Scharifov vertreten.

Dort versammeln sich Ende der Woche zahlreiche hochkarätige Banker, Notenbanker und Politiker, um über die Lage an den Finanzmärkten zu diskutieren.

IWF-Chefin Christine Lagarde hatte die Regierungen im Vorfeld bereits zu mehr Anstrengungen für ein nachhaltigeres Wirtschaftswachstum aufgerufen. Der Finanzmonitor des IWF sieht die Welt derzeit in einer Schuldenfalle: Durch hohe Schulden werde Nachfrage und damit Wachstum verhindert, durch schwaches Wachstum werde der Abbau der Schuldenlast erschwert.

Weltweit haben Staaten und Privathaushalte demnach einen Schuldenberg von 152 Billionen Dollar angehäuft - Banken und Versicherungen nicht mitgerechnet. Die Probleme vor allem der europäischen Banken werden ebenso Thema bei den Gesprächen sein - auch wenn die in die Krise geratene Deutsche Bank kein offizielles Tagungsthema ist.

In Washington erwartet wird auch der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Die Bundesregierung steht in der Kritik, weil sie nach Auffassung des 189 Mitgliedsländer zählenden Weltwährungsfonds ihre Möglichkeiten bei der Stimulierung von Wirtschaftswachstum über Investitionen nicht ausnutzt. Schäuble widersprach dem: Deutschland habe eine Investitionsquote von 20,4 Prozent, höher als der europäische Durchschnitt.

Die Herbstagung des IWF und der Weltbank dauert bis 9. Oktober.

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