GESELLSCHAFT


Identitätsbildung von Jugendlichen kann vom Filmkonsum profitieren

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Baku, den 11. März (AZERTAG). Bis jetzt machten sich Eltern eher Sorgen, wenn Teenager viele Filme schauen. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass die Identitätsbildung von Jugendlichen durchaus vom Filmkonsum profitieren kann.

Kinofilme können einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen leisten und sogar Ängste und Aggressionen abbauen helfen. Das ist die Quintessenz einer umfassenden Studie unter zwölf bis 15 Jahre alten Schülern. Die Aufnahme stammt aus einer Szene in dem Film „Kriegerin“ von David Wendt.

Filme müssen sich nicht immer nur schlecht auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auswirken, sie haben einer Studie zufolge auch positiven Einfluss. Vor allem bei der Identitätsbildung können sie helfen.

Die Studie zeigt, wie positiv sich Filme auf junge Menschen auswirken, wie Vorurteile und Ängste abgebaut werden können.

Befragt wurden mehr als 500 Schüler aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen jeweils vor und nach dem Besuch von vier ausgewählten Filmen. Kriterien waren Rollenbilder oder auch Vorurteile.

Die Experten beobachteten, dass die Jugendlichen durch das Filmeschauen andere Rollenbilder akzeptierten oder sich kritischer mit politischen Strömungen auseinandersetzten. Die identitätsbildende Wirkung von Filmen kann überhaupt nicht überschätzt werden.

Vor allem die Reduzierung von Aggressionen und Angstneigungen und die geförderte Neigung zu Kompromissen in Konfliktsituationen bei den Jugendlichen hoben die Beteiligten als positive Ergebnisse hervor.

Diese Wirkung sei bisher im Jugendschutz und in der Medienpädagogik vollkommen vernachlässigt worden.

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