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Im Süden Indiens: Proteste nach Vergewaltigung und Mord an Studentin

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Baku, 4. Mai, AZERTAC

Eine Studentin ist im südindischen Bundesstaat Kerala brutal vergewaltigt und ermordet worden. Demonstranten befürchten, dass sich die Behörden kaum um Aufklärung bemühen werden.

Die Vergewaltigung und Tötung einer Studentin hat heftige Proteste im Süden Indiens ausgelöst. Hunderte Demonstranten protestierten gegen das ihrer Ansicht nach langsame Vorgehen der Ermittler. Die Behörden seien untätig, weil die Familie des Opfers zur niedrigen Dalit-Kaste gehöre - so lautet der Vorwurf. Ramesh Chennithala, Innenminister von Kerala, widersprach und versprach eine umfassende Untersuchung.

Die 30-jährige Studentin war vorigen Donnerstag in der Stadt Ernakulam getötet worden. Ihre Mutter habe die Leiche in einer riesigen Blutlache aufgefunden, teilte die Polizei mit. Ermittler gehen davon aus, dass das Opfer den oder die Täter kannte, weil es keine Einbruchspuren gegeben habe. Die junge Frau sei in ihrer Wohnung "mit einem Gegenstand äußerst brutal missbraucht" worden. Drei Männer seien für Befragungen festgenommen worden.

In indischen Medien wurde der Fall mit der brutalen Vergewaltigung einer Studentin in einem Bus in Neu Delhi Ende 2012 verglichen. Dieser hatte das erschreckende Ausmaß der Gewalt gegen Frauen in Indien auch international zu einem Thema gemacht. Seither gab es Reformen, unter anderem wurden die Strafen für Vergewaltiger deutlich verschärft. Die Zahl der Angriffe in Indien ist aber weiterhin hoch.

Auch ausländische Touristinnen wurden wiederholt Opfer von Vergewaltigungen. Erst im Februar hatte eine 19-jährige Deutsche berichtet, dass sie von einem Auto-Rikscha-Fahrer in Neu Delhi vergewaltigt worden sei.

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