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Im brasilianischen Regenwald sechs Goldgräber getötet

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Baku, 19. November, AZERTAC

Illegale Goldminen bedrohen den Lebensraum von Urvölkern im brasilianischen Regenwald. Nun sind sechs Goldgräber von Ureinwohnern im brasilianischen Amazonas-Regenwald mit Pfeilen getötet worden. Über die Hintergründe wird noch gerätselt.

Die Behörde zum Schutz der indigenen Bevölkerung (Funai) meldete den Vorfall am Freitag. Demnach sind die Männer, die im Amazonas-Gebiet im Bundesstaat Roraima an der Grenze zu Venezuela illegal Gold gesucht hatten, von Angehörigen vom Volk der Yanomami getötet worden. Vertreter der Yanomami hätten den Vorfall selbst gemeldet.

Nach Angaben eines Polizeisprechers sind die Gründe für den Konflikt noch unklar. Der Nachrichtenwebseite "G1" gegenüber berichtete die Frau eines der Getöteten, die Männer hätten zuvor ein gutes Verhältnis zu den Ureinwohnern gehabt, sich manchmal zum Essen getroffen.

Das Volk der Yanomami ist eine der größten indigenen Gruppen, die noch weitgehend isoliert im Amazonas-Gebiet leben. Nach Angaben der Organisation Survival International, die sich für die Rechte der Ureinwohner einsetzt, gehören ihm rund 35.000 Menschen an. Das Urvolk wurde in den vergangenen Jahrzehnten unter anderem durch Krankheiten, die illegale Goldsucher in ihr Siedlungsgebiet eingeschleppt haben, stark dezimiert.

Die Goldsucher werden zudem für die Verschmutzung von Flüssen und Wäldern im Amazonas-Gebiet verantwortlich gemacht. Der Lebensraum der Yanomami ist außerdem durch Viehzüchter bedroht, die ihre Rinderherden am Rande ihres Territoriums weiden lassen.

Nach Angaben der Polizei wurden die sechs Goldsucher bereits Anfang November getötet, ihr Tod sei aber erst jetzt bestätigt worden. Die Polizei will nun gemeinsam mit Funai-Vertretern in die Region reisen, um den Vorfall zu untersuchen. Die Dorfbewohner wollen sich erst in einem persönlichen Gespräch zu ihren Motiven äußern, wie der Yanomami-Vertreter Junio Hekuari der Nachrichtenwebsite "G1" sagte.

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