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In China sind Forscher auf Überreste einer neuen Dinosaurier-Art gestoßen

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Baku, 2. Februar, AZERTAG

In China haben Paläontologen eine unbekannte Dinosaurier-Spezies entdeckt. Exemplare der Art Qijianglong lebten vor rund 160 Millionen Jahren und seien etwa 15 Meter lang geworden, schreiben Wissenschaftler um Philip Currie von der Universität Alberta im Fachmagazin Journal of Vertebrate Paleontology.

Besonders eindrucksvoll muss der Hals der Tiere gewesen sein - ein Hals wie ein Kran. Er machte wohl rund die Hälfte der Gesamtlänge aus. Übersetzt bedeutet der Name „Drache von Qijiang“ - nahe der chinesischen Stadt dieses Namens waren Bauarbeiter 2006 auf Überreste von Knochen gestoßen. Darunter waren ein langer Halswirbel, und ein äußerst gut erhaltener Schädel.

Die Halswirbel der Pflanzenfresser seien hohl und daher mit Luft gefüllt gewesen, schreiben die Forscher. Das habe die Hälse der Tiere trotz der Länge relativ leicht gemacht. Die Anordnung der Gelenke deute daraufhin, dass der Dinosaurier seinen Hals vertikal deutlich besser bewegen konnte als zur Seite - ähnlich wie ein Baukran.

Die Spezies gehört zur Gattung Mamenchisaurus, deren Überreste heute nur in Asien gefunden werden. „Nirgendwo finden wir Dinosaurier mit längeren Hälsen als in China“, erklärte der an der Studie beteiligte Wissenschaftler Tetsuto Miyashita in einer Mitteilung der Universität. „Der neue Dinosaurier weist darauf hin, dass diese extreme Spezies dort isoliert von der restlichen Welt gedieh.“

In Asien starben die Langhälse vor geschätzten 145 Millionen Jahren aus. „Es ist immer noch mysteriös, warum die Mamenchisaurier nicht auf andere Kontinente auswanderten“, sagte Miyashita. Es sei möglich, dass die Dinosaurierer einst durch eine große natürliche Barriere, etwa ein prähistorisches Meer, von einem Großteil der damaligen Fauna abgeschnitten waren. Als später eine Landbrücke entstand, könnten die Tiere den evolutionären Wettkampf gegen einwandernde Arten verloren haben, spekulieren die Forscher.

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