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In Dänemark sind zwölf Menschen an einer Bakterien-Infektion gestorben

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Baku, den 13. August (AZERTAG). In Dänemark sind Medienberichten zufolge zwölf Menschen wahrscheinlich nach dem Verzehr von Wurst an einer Bakterien-Infektion gestorben. Hauptquelle für die die Infektion verursachenden Listerien sei Fleisch eines Produzenten aus der Nähe von Kopenhagen, der Aufschnitt und andere Wurstwaren herstellt, teilte das dänische Lebensmittelministerium jetzt mit.

Bei dem betroffenen Produkt handelt es sich wahrscheinlich um Rullepølse, eine aus Schweinebauch hergestellte und in Dänemark häufig verkaufte Wurstspezialität. „Das Unternehmen wurde deshalb geschlossen, alle seine Produkte werden gerade zurückgezogen.“

Seit September 2013 haben sich in Dänemark 20 Menschen unterschiedlichen Alters mit identischen Listerien infiziert, darunter 15 allein in den vergangenen drei Monaten, wie das Statens Serum Institut berichtet, das die Ursache für den Krankheits-Ausbruch untersucht.

Die gleichen Bakterien seien nun in einer Wurst-Charge des Unternehmens gefunden worden, auf deren Verzehr der Tod der zwölf Menschen zurückgeführt werden könne. Sie seien innerhalb von 30 Tagen nach dem Probierdatum gestorben, so das Institut.

Man versuche nun herauszufinden, ob das vergiftete Fleisch an Schulkantinen oder Restaurants geliefert oder möglicherweise ins Ausland exportiert wurde.

Eine Infektion mit Listerien verläuft bei gesunden Menschen meist harmlos. Das Bakterium ist vor allem für Menschen gefährlich, deren Immunsystem bereits geschwächt ist. Zu den Symptomen einer Listerien-Infektion, die in Deutschland meldepflichtig ist, gehören Fieber, Kopfschmerzen, Durchfall und Erbrechen.

Weil die Inkubationszeit bis zu acht Wochen beträgt, ist es oft schwierig, die Quelle des Erregers zurückzuverfolgen.

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