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In Indien sind zwei Stuntleute bei Sprung aus großer Höhe ertrunken

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Baku, 8. November, AZERTAC

In Indien sind zwei Stuntleute bei einem Sprung aus großer Höhe in einen See ertrunken. Die beiden konnten offenbar nicht schwimmen. Aber auch die Filmproduzenten sollen fahrlässig gehandelt haben.

Raghav Uday und Anil Verma wollten zeigen, was sie können. Für einen Actionfilm standen die beiden Stuntmen am Montag im südindischen Bundesstaat Karnataka vor der Kamera. Geplant war ein Sprung aus einem Helikopter in einen See.

Doch der Dreh in Thippagondanahalli, rund 35 Kilometer westlich von Bangalore, ging schrecklich schief. Offenbar war es keinem der Verantwortlichen geläufig, dass die beiden Männer gar nicht schwimmen konnten. Dennoch sprangen sie für die Actionszene ohne Schwimmweste aus dem Hubschrauber.

Die beiden Stuntleute versuchten einige Sekunden, an der Wasseroberfläche zu bleiben. Dann sind sie nicht mehr zu sehen. Fischer aus der Region ruderten noch mit ihren Booten zum Drehort - doch jede Rettung kam zu spät. Von den beiden Männern fehlt bisher jede Spur.

Ein Motorboot, dessen Besatzung nach der Klappe eigentlich alle Beteiligten aus dem Wasser fischen sollte, sei gar nicht im Einsatz gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Einer der Schauspieler, Duniya Vijay, vollführte zusammen mit den Stuntmen den Sprung, konnte sich aber retten. Der Regisseur und die Produzenten des Films müssen sich jetzt wegen fahrlässigen Handelns verantworten.

Ein lokaler TV-Sender hatte kurz vor dem Unfall noch ein Interview mit einem der Stuntleute aufgezeichnet, in dem der Mann erklärt, er habe Angst vor dem Sprung aus großer Höhe, weil er einen solchen Stunt noch nie vollführt habe.

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