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In Nordkorea inhaftierter US-Bürger in ein Arbeitslager verlegt worden

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Baku, den 8. Feburar (AZERTAG). Ein in Nordkorea inhaftierter US-Bürger ist nach Angaben der US-Regierung in ein Arbeitslager verlegt worden. Der 45-jährige Kenneth Bae sei von einem Krankenhaus in ein Arbeitslager gebracht worden, teilte Außenamtssprecherin Jen Psaki am Freitag in Washington mit.

Die US-Regierung sei über diese Entwicklung „tief besorgt“, auch über Baes Gesundheitszustand mache sie sich „ernsthafte“ Sorgen. Die Regierung fordere die nordkoreanische Führung weiterhin auf, Bae „aus humanitären Gründen“ umgehend freizulassen.

Bae war im November 2012 im Nordosten des abgeschotteten Landes festgenommen worden. Im April 2013 wurde er wegen „feindlicher Aktivität“ zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt, wegen seiner angeschlagenen Gesundheit wurde er aber im August in ein Krankenhaus gebracht.

Nach Darstellung Pjöngjangs handelt es sich bei Bae um einen militanten evangelikalen Christen, der die Nordkoreaner zum Sturz der Führung aufwiegeln wollte. US-Angaben zufolge ist Bae als Reiseveranstalter tätig.

Wann Bae in das Arbeitslager zurückgebracht wurde, war zunächst unklar. Psaki sagte, Mitarbeiter der schwedischen Botschaft hätten ihn dort am Freitag besucht. Die USA haben keine eigenen Diplomaten in dem kommunistischen Land.

Anfang Dezember war der 85-jährige US-Bürger Merrill Newman aus nordkoreanischer Gefangenschaft freigelassen worden. Der Veteran des Koreakriegs der Jahre 1950 bis 1953 war zuvor wochenlang wegen des Vorwurfs „feindlicher Aktivitäten“ in Nordkorea festgehalten worden.

Der pensionierte Finanzdirektor aus Kalifornien war nach nordkoreanischen Angaben im Oktober „getarnt als Tourist“ in das Land eingereist. Die US-Regierung forderte vehement seine Freilassung wegen seines hohen Alters und gesundheitlicher Probleme.

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