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In Nordkorea werden immer wieder christliche Missionare unter dem Vorwurf festgenommen

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Baku, 16. Dezember, AZERTAC

In Nordkorea werden ihm staatsfeindliche Aktivitäten vorgeworfen, deswegen wurde ein kanadischer Pastor nun offenbar verurteilt. Weil er Fluchtwillige unterstützt haben soll, droht ihm nun die Zwangsarbeit.

Die nordkoreanische Justiz hat offenbar einen kanadischen Geistlichen zu lebenslanger Haft verurteilt. Der in Südkorea geborene Pastor Hyeon Soo Lim sei nach kurzem Prozess vom Obersten Gerichtshof abgeurteilt worden, meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Der Kanadier wurde demnach für schuldig befunden, mit den USA und Südkorea kooperiert zu haben. Außerdem soll er Propagandamaterial verbreitet und fluchtwillige Nordkoreaner unterstützt haben. Nun droht ihm Zwangsarbeit.

Lim war im Januar nach seiner Einreise festgenommen worden. Nach amtlichen nordkoreanischen Angaben soll er ein "Geständnis" abgegeben und erklärt haben, die Staatsführung beleidigt zu haben. "Ich habe das schwere Verbrechen begangen, die oberste Würde und die Führung der Republik zu beleidigen", sagte er.

In den vergangenen Jahren wurden in Nordkorea immer wieder christliche Missionare unter dem Vorwurf festgenommen, die staatliche Ordnung zu untergraben. Die meisten waren ethnische Koreaner aus den USA, die vielfach erst nach Intervention der US-Regierung freikamen. Kanadische Medien hatten im März unter Berufung auf Lims Kirche berichtet, der Pastor sei mehr als hundert Mal zu humanitären Zwecken in das abgeschottete Land gereist.

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