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In der Nuss-Affäre bei Korean Air zieht jetzt die betroffene Stewardess vor Gericht

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Baku 11. März, AZERTAC 

Noch mehr Ärger um eine Tüte Nüsse. Nachdem die Tochter des Korean-Air-Chefs zu Gefängnis verurteilt wurde, fordert die betroffene Stewardess jetzt Schadenersatz. Angeblich wurde sie auch körperlich von der Managerin angegriffen.

In der Nuss-Affäre bei Korean Air zieht jetzt die betroffene Stewardess vor Gericht. Kim Do Hee fordert vor einem New Yorker Gericht Entschädigung für den Ausraster von Cho Hyun Ah, der Tochter des Unternehmenschefs. Der Klageschrift der Kanzleien Weinstein Law Firm and Kobre & Kim zufolge wurde sie von Cho verbal und körperlich attackiert.

Cho war Anfang Dezember ausgerastet, als Kim ihr an Bord eines startbereiten Flugzeugs ungefragt Macadamianüsse gereicht hatte - lediglich in einer Tüte, nicht in einem Schälchen. Sie geriet darüber so in Rage, dass der Flieger den Start abbrechen und zum Gate zurückkehren musste. Mittlerweile wurde Cho, die selbst als Managerin in dem Familienunternehmen arbeitet, wegen ihres Verhaltens zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt.

Laut Anklageschrift beschimpfte Cho die Stewardess, schlug und bedrohte sie. Zudem sei die 27-Jährige zu Falschaussagen gegenüber Ermittlern gedrängt worden. Eine außergerichtliche Einigung sei gescheitert. Weder Korean Air noch Cho waren zunächst für eine Stellungnahme zu erreichen.

Bei dem Prozess gegen Cho hatte Kim ausgesagt, die Macht der Managerin sei „unvorstellbar groß“. Die Tätigkeit bei Korean sei ihr Traumjob gewesen. Sie könne ihn aber nicht wieder aufnehmen, nachdem im Internet Gerüchte über angeblich abgesprochene Falschaussagen gegenüber den Ermittlern aufgetaucht waren.

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