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In einer Wohnung in Bangkok wurden neun Babys und Kleinkinder gefunden

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Baku, den 8. August (AZERTAG). Zwischen zwei Wochen und zwei Jahren waren sie alt: In einer Wohnung in Bangkok wurden neun Kinder entdeckt - ohne Hinweise auf ihre Herkunft. Die Polizei ermittelt nun, ob die Kleinen von Leihmüttern ausgetragen wurden.

Nach dem Schicksal des von einer thailändischen Leihmutter ausgetragenen Babys Gammy beschäftigt ein weiterer mysteriöser Fall die thailändischen Behörden: Nachdem in einer Wohnung in Bangkok neun Babys und Kleinkinder ohne Hinweise auf deren Herkunft entdeckt wurden, leitete die Polizei Ermittlungen ein.

Die neun Kinder waren ohne Dokumente im Beisein von einer schwangeren Frau und neun Kindermädchen gefunden worden. Die Behörden schätzten das Alter der Kinder auf zwischen zwei Wochen und zwei Jahren.

DNA-Tests sollten der Polizei zufolge nun Klarheit über die Herkunft der Babys schaffen. Ermittelt werden soll vor allem, ob die Babys von Leihmüttern ausgetragen wurden. Die Tests könnten mehrere Wochen dauern.

Nach Angaben der Polizei gab die schwangere Frau in der Wohnung an, selbst eine Leihmutter zu sein. Die Kindermädchen bekamen demnach umgerechnet 230 Euro monatlich, um sich um die Kleinen zu kümmern.

Zuletzt hatte der Fall des behinderten Jungen Gammy für Aufsehen gesorgt. Dessen thailändische Leihmutter hatte nach eigenen Angaben Zwillinge für ein australisches Paar ausgetragen, das aber nur die gesunde Schwester aufgenommen und den Jungen mit Down-Syndrom zurückgelassen haben soll.

In Australien ist die Praxis verbreitet, Kinder durch thailändische Leihmütter austragen zu lassen. Der Fall Gammy führte allerdings zu einer heftigen Debatte über das Geschäft mit der Leihmutterschaft.

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