WELT


Italien: in den frühen Morgenstunden 4 Menschen gerettet worden

Baku, 21. Januar, AZERTAC

Drei Tage lang waren sie eingeschlossen: Rettungskräfte haben vier weitere Menschen aus dem Hotel in Italien befreit, das von einer Lawine verschüttet wurde. Doch die Liste der Vermissten ist immer noch lang.

In der Nacht zum Samstag haben Retter vier weitere Menschen aus dem italienischen Hotel befreit, das vor drei Tagen von einer Lawine verschüttet wurde. Zwei Frauen und zwei Männer seien in den frühen Morgenstunden gerettet worden, berichten die Medien.

"Wir arbeiten weiter", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. "Wir prüfen, ob noch mehr Menschen dort sind und wann wir sie herausziehen können." Es ist unklar, wie viele das Unglück überlebt haben. Die Angaben schwanken zwischen neun und zwölf Personen.

Rund 30 Menschen hielten sich im Hotel Rigopiano am Gebirgsmassiv Gran Sasso in 1200 Metern Höhe auf, als am Mittwochnachmittag eine Lawine das Gebäude unter sich begrub. Die meisten Gäste waren bereits seit Stunden zur Abreise bereit. Offenbar wollten sie nach mehreren Erdbeben, die auch die Lawine ausgelöst haben könnten, nicht länger bleiben.

In den Abruzzen hatte es zuvor tagelang geschneit. Der Schnee lag zum Teil meterhoch und es kam kein Fahrzeug durch, um die Hotelgäste mitzunehmen. Die letzten Kilometer des Zufahrtsweges waren dicht. Die ersten Retter mussten sich in der Nacht zum Donnerstag auf Skiern zum Unglücksort vorkämpfen und kamen dort erst am frühen Morgen an.

Mindestens drei Leichen sind bisher aus dem Hotel geborgen worden, mehr als ein Dutzend Menschen wird noch vermisst. Trümmer und Möbel wurden in bis zu 400 Metern Entfernung vom Hotel gefunden.

Wegen des vielen Schnees sind Tausende Haushalte in Mittelitalien seit Tagen ohne Strom, einige Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten. Seit August werden die Abruzzen zudem immer wieder von starken Erdbeben heimgesucht. Am Mittwoch trafen vier Erdstöße mit einer Stärke über 5 die Region mitten im Schneechaos. Neben den Toten im Berghotel waren weitere Opfer in anderen Orten zu beklagen.

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