KULTUR


Italienische Nachrichtenagentur „TMNews” einen Artikel über die Aufnahme eines von Nationalen Reiterspielen Aserbaidschans “Tschovgan” in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO veröffentlicht

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Rom, den 7. Dezember (AZERTAG). In der italienischen Nachrichtenagentur „TMNews” wurde ein Artikel über die Aufnahme eines von Nationalen Reiterspielen Aserbaidschans “Tschovgan” in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO veröffentlicht.

Im Artikel wird informiert, dass „Tschovgan“ eine alte nationale aserbaidschanische Mannschaftssportart ist, das man im Wesentlichen in der armenisch annektierten Region Bergkarabach von Aserbaidschan spielte. Es ist ein Vorgänger des modernen Polo. Seit alten Zeiten gilt dieses Spiel als ein aristokratisches Spiel und wurde auf einem extra Platz mit speziell dafür ausgebildeten Pferden durchgeführt. An den Wettbewerben beteiligten sich auch Vertreter der Schachfamilie.

Das Spiel wird auf einem glatten Rasenplatz durchgeführt. Dieser hat etwa die Abmessungen von 200 mal 120 m. Auf den gegenüberliegenden Seiten des Platzes stehen Tore - ca. 3 m breit, mit einem Strafraum, der als ein Halbkreis ausgebildet ist und dessen Länge 6 m beträgt. Die Reiter dürfen die Strafraumlinie nicht überreiten. Dieses Spiel kann auch mit einem Torwart gespielt werden. In diesem Fall haben die Tore eine Breite von sieben Metern mit einer Strafraumlänge von vier Metern. Es spielen zwei Mannschaften mit je sechs Reitern, die mit einem langen Holzschläger versuchen, einen kleinen Holzball in das gegnerische Tor zu schlagen.

Das Spiel beginnt an der Mittellinie des Feldes und startet nach jedem erzielten Tor von dort aus erneut. Es werden zwei Halbzeiten zu je 15 Minuten gespielt mit einer Pause von 10 Minuten. Nach der Pause werden die Seiten gewechselt. Bälle, die über die Seitenlinien ins Aus gelangen, werden auf der Seite des Gegners wieder in das Spiel gebracht. Den Spielern ist untersagt: die Stirnlinie zu überschreiten und von dort aus den Ball zu werfen, sie dürfen die Linie des Strafraumes nicht überschreiten, die Pferde in ihrer Gangart nicht behindern. Es ist verboten, Pferde noch Reiter mit den Schlägern zu schlagen.

Werden diese Spielregeln verletzt, (unfaires Verhalten gegenüber den Spielern der gegnerischen Mannschaft, gibt es einen Strafstoß in das unbemannte Tor oder dieser Spieler muss für eine bestimmte Zeit das Spielfeld verlassen, er kann aber auch vom Platz gestellt werden und darf bis zum Ende des Spieles nicht mehr mitspielen. Es gewinnt die Mannschaft, die die meisten Tore erzielt hat.

Im Artikel wird darauf hingewiesen, dass in der UNESCO-Erklärung betont wird, dass als Folge der Urbanisierung und Migration das Interesse für das Spiel „Tschovgan“ unter jungen Menschen gesunken ist, was einen negativen Einfluss auf die Zahl von Athleten und Trainer hatte, die diese Sportart treiben.

Im Artikel geht es auch um den armenisch-aserbaidschanischen Berg-Karabach-Konflikt. Die Leser werden darüber in Kenntnis gesetzt, dass infolge einer bewaffneten Aggression von armenischen Streitkräften das Gebiet Bergkarabach Aserbaidschans besetzt worden ist. Obwohl ein Waffenstillstandsabkommen zwischen den im Konflikt stehenden Seiten erzielt worden ist, ist an der Frontlinie das Schießen noch zu hören.

Magsud Dadschov

EB von AZERTAG

Rom

 

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