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Jacob Zumas ANC liegt mit knapp 59 Prozent in Führung

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Baku, den 8. Mai (AZERTAG). Obwohl Präsident Zuma wegen Korruptionsskandalen in der Kritik steht, liegt seine Partei bei der Parlamentswahl in Südafrika deutlich vorn. Ein Drittel der Stimmen ist ausgezählt - und der ANC liegt mit 58,5 Prozent klar in Führung.

Mehr als 25 Millionen Südafrikaner waren zur Parlamentswahl aufgerufen - mehr als die Hälfte gaben ihre Stimme dem ANC, der Partei des verstorbenen Nationalhelden Nelson Mandela. Nach Auszählung von rund 30 Prozent der Stimmen liegt der Afrikanische Nationalkongress mit 58,5 Prozent klar vorne. Damit wird die Partei des Präsidenten Jacob Zuma, der in Korruptionsskandale verstrickt ist, wie erwartet bestätigt. 2009 hatte der ANC 66 Prozent erreicht.

Nach Angaben der nationalen Wahlkommission lag die oppositionelle Demokratische Allianz (DA) am Donnerstagmorgen bei rund 28 Prozent. Damit kann die von der deutschstämmigen Politikerin Helen Zille geführte Oppositionspartei einen starken Zuwachs verbuchen, vor fünf Jahren waren es 16,6 Prozent. Die neue linksradikale Partei Kämpfer für Wirtschaftsfreiheit (EFF) des Populisten Julius Malema kommt auf knapp 4 Prozent.

Opposition beklagt Unregelmäßigkeiten - Die DA-Chefin Zille beklagte zahlreiche Unregelmäßigkeiten bei der Wahl. Viele Lokale hätten zu spät geöffnet, in manchen hätte es nicht genug Wahlzettel oder Wahlurnen gegeben, sagte sie im TV. Zille schloss eine Wahlanfechtung nicht aus. Auch die Vorsitzende der Wahlkommission, Pansy Tlakula, hatte in Pretoria Probleme in einigen der mehr als 22.000 Wahllokale eingeräumt.

Insgesamt war die Wahl am Mittwoch weitestgehend friedlich verlaufen. Dennoch nahm die Polizei nach eigenen Angaben 97 Menschen fest. Sie hätten an verschiedenen Orten versucht, mit Protesten und Krawallen die Wahl zu stören. Zudem wurde dem ANC zufolge am Wahltag ein Parteimitglied in KwaDukuza getötet. Der ANC beschuldigte Anhänger einer Oppositionsgruppe, die Tat geplant und ausgeführt zu haben.

Das offizielle Endergebnis der fünften Wahl seit Ende des rassistischen Apartheidsystems wird wohl erst am Freitag bekanntgegeben. Seit 1994 regiert der ANC in einem Bündnis mit dem Gewerkschaftsverband Cosatu und der kommunistischen Partei SACP. Die Mehrheit vor allem der Schwarzen vertraut trotz großer sozialer Probleme, hoher Kriminalität, wuchernder Korruption und Misswirtschaft weiterhin dem ANC.

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