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Japan steht vor einer Rückkehr zur Atomkraft

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Baku, den 8. Juli (AZERTAG). Zweieinhalb Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima verdichten sich die Anzeichen für eine breitere Rückkehr zur Atomkraft in Japan. Vier Kraftwerksbetreiber bereiten erste Schritte vor.

Japan prüft die Sicherheit von zehn Atomreaktoren, um sie nach der Fukushima-Katastrophe von März 2011 wieder in Betrieb nehmen zu können. Die neu gebildete Atomkontrollbehörde (NRA) hatte die Sicherheitsstandards für die Anlagen zuvor verschärft.

Vier Atombetreiber stellten bei der zuständigen Behörde einen Antrag auf Sicherheitsinspektionen in den heruntergefahrenen Atomanlagen. Betroffen sind Reaktoren in den Regionen Hokkaido, Kansi, Shikoku und Kyushu.

Den Regulierungsbehörden zufolge dauert der Prüfungsprozess für jeden der zehn Reaktoren mindestens sechs Monate. Atomanlagen, die den neuen Tests standhalten, könnten damit Anfang kommenden Jahres wieder in Betrieb gehen.

Hohe Gas- und Ölkosten - Japan hatte nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe und dem Super-GAU im Kraftwerk Fukushima alle 50 Atommeiler des Landes heruntergefahren. Zwei Kraftwerke gingen aber bereits im Jahr 2012 wieder ans Netz.

Vor der Fukushima-Katastrophe produzierte Japan rund 30 Prozent seines Stroms in Atomkraftwerken. Momentan ist das Land auf Energieimporte angewiesen. Angesichts hoher Gas- und Ölkosten, die konventionelle Elektrizitätswerke verursachen, pochen die Betreiberfirmen aber immer wieder auf eine Rückkehr zur Atomkraft.

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