WELT


Japaner fast ein halbes Jahrhundert lang war auf Flucht vor Polizei

Baku, 8. Juni, AZERTAC

45 Jahre nach dem Tod eines Polizisten hat die Polizei in Japan den mutmaßlichen Täter gefasst. Masaaki Osaka soll am 14. November 1971 bei gewaltsamen Auseinandersetzungen auf Tokios Straßen einen 21 Jahre alten Polizisten erst mit einer Stahlstange angegriffen und dann mit einem Molotowcocktail in Brand gesetzt und tödlich verletzt haben.

Der 67-Jährige ist Anhänger einer Gruppe, die sich "Revolutionäre Kommunistenliga Japans" (JRCL) nennt. Sie protestierte unter anderem gegen die Stationierung von US-Truppen in dem Land.

1972 wurde er auf eine Liste gesuchter Krimineller gesetzt - insgesamt entging er 45 Jahre lang seiner Festnahme. Nach Angaben der Polizei war in Japan kein anderer wegen eines schweren Vergehens Gesuchter länger flüchtig.

Ermittlern zufolge war Osaka lange nicht zu fassen, weil er in den Reihen der JRCL Unterstützer hatte, die ihm Unterschlupf gewährten. Allerdings wurde er schließlich laut "Japan Times" am 18. Mai wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt festgenommen, als Polizisten ein Versteck der JRCL nach einer anderen Person durchsuchten. Erst später will die Polizei laut BBC bemerkt haben, um wen es sich handelte.

Osaka schweigt seit seiner Festnahme. Die Polizei sagte, man habe ihn anhand von DNA-Tests identifiziert. Die Vorwürfe gegen Osaka haben Bestand, weil Japan 2010 die Verjährungsfrist von 15 Jahren für Mord abschaffte.

Das Verfahren gegen einen seiner Mitstreiter wurde eingestellt, weil der Mann als psychisch krank galt.

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