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Japanische S-Bahn wird mit Spiegelwaggons "unsichtbar"

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Baku, 8. April AZERTAC

Japan soll bald einen “unsichtbaren” Zug erhalten. Seine Oberfläche ist mit einer halbreflektierenden Oberfläche bedeckt. Dies erweckt den Anschein, als würde der Zug in der Landschaft gar nicht existieren.

Die japanische Architektin Kazuyo Sejima erhielt von der Seibu-Gruppe den Auftrag, zum hundertjährigen Firmenjubiläum eine neue Version der S-Bahn mit der Bezeichnung Roter Pfeil zu entwerfen. Laut Dezeen umfasst der Auftrag auch die Gestaltung des Innenraums des Zuges.

Sejima wurde gebeten, eine Atmosphäre zu schaffen, die eine Entspannung und einen Komfort wie im Wohnzimmer erlaubt. Ihr Design wird auf einer begrenzten Zahl von Expressstrecken verwendet und soll ab dem Jahr 2018 in Dienst treten.

Laut der Seibu-Gruppe handelt es sich um den ersten Zug, den Sejima gestaltet. Das Ziel war, ihn so zu entwerfen, dass er „weich und harmonisch“ in die Landschaft passt.

Die Seibu-Gruppe betreibt die Seibu-Railways, welche ein Streckennetz von 180 Kilometer zwischen Tokyo und der Präfektur Saitama betreibt. Die Züge des Betreibers sind für ihr hellgelbes Äußeres bekannt, auch wenn bei den neueren Waggons eine blaue und graue Farbgebung vorherrscht. Die Seibu 10000 Züge sind seit 1993 in Betrieb.

Im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass Indien eine Hochgeschwindigkeitsbahn aus Japan erwerben will. Gestern bestätigte der indische Premierminister Narendra Modi den Kauf von Shinkansen-Zügen aus Japan.

Eine neue 523 Kilometer lange Strecke soll Mumbai an der indischen Westküste mit Ahmedabad im Norden verbinden. Mit dem Neubau soll sich die Reisezeit von heute acht Stunden auf zwei reduzieren.

Eisenbahnen sind die Lebensader für die 1,25 Milliarden Menschen in Indien und ihr wichtigstes Verkehrsmittel für lange Distanzen. Rund 23 Millionen Menschen nützen jeden Tag die indische Bahn. Dies entspricht in etwa der Bevölkerung Australiens.

Nach Jahrzehnten der Vernachlässigung und chronischem Geldmangel ist die indische Eisenbahn zu einem großen Teil verlottert. Die Regierung sucht deswegen ausländische Hilfe und hat mit Japan einen Deal unterzeichnet, um Indiens erste Hochgeschwindigkeitsbahn zu bauen.

Kazuyo Sejima erhielt von der Seibu-Gruppe den Auftrag, zum hundertjährigen Firmenjubiläum eine neue Version der S-Bahn mit der Bezeichnung Roter Pfeil zu entwerfen. Ab 2018 wird ihr Zug auf einer beschränkten Zahl von Expressrouten zur Verfügung stehen.

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