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Jemen: 31 Flüchtlinge aus Somalia ums Leben gekommen

Baku, 17. März, AZERTAC 

Vor der Küste des Jemen sollen 31 Flüchtlinge aus Somalia ums Leben gekommen sein, als ihr Boot von einem "Apache"-Kampfhubschrauber angegriffen wurde. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Sprecher der Küstenwache.

Rund 80 Flüchtlinge konnten den Angaben eines Seemannes zufolge gerettet werden. Die Menschen aus Somalia sollen offizielle Dokumente der Uno-Flüchtlingshilfeorganisation UNHCR dabei gehabt haben.

Der Vorfall ereignete sich demnach in der Meeresstraße Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen. Sie verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden.

Wer für den Helikopter-Angriff auf die Flüchtlinge verantwortlich ist, steht nicht fest. Die "Apache"-Hubschrauber werden in den USA produziert, aber auch an verbündete Armeen geliefert - unter anderem nach Saudi-Arabien. Im Jemenkrieg hat das saudi-arabische Militär in den vergangenen Monaten mehrfach Stellungen der Huthi-Milizen mit Apache-Hubschraubern beschossen.

Seit fast zwei Jahren hält Saudi-Arabien eine Seeblockade gegen den Jemen aufrecht. Schiffe dürfen nur in Ausnahmefällen jemenitische Häfen anlaufen. So soll verhindert werden, dass die Huthi-Milizen militärischen Nachschub erhalten. Zugleich verhindert die Blockade aber ausreichende Lebensmittellieferungen für die notleidende Zivilbevölkerung. Und sie verhindert auch, dass Flüchtlinge aus Somalia, Dschibuti oder Eritrea in den Jemen gelangen.

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