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Julian Assange muss offenbar in den USA keine Anklage wegen der Veröffentlichung von Geheimdokumenten befürchten

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Baku, den 26. November (AZERTAG). Ist das die Wende im Fall Assange? Die USA erwägen laut einem Bericht der „Washington Post“, ihn nicht wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente anzuklagen. WikiLeaks-Gründer Julian Assange muss offenbar in den USA keine Anklage wegen der Veröffentlichung von Geheimdokumenten befürchten. Das berichtet die Washington Post. Das Justizministerium habe eine Anklage gegen Assange sehr konkret geprüft und sei zu dem Schluss gekommen, dass es dann genauso auch gegen amerikanische Medien und Journalisten vorgehen müsste, schreibt die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen. Die Zeitung spricht in diesem Zusammenhang von einem New York Times-Problem.

Es sei aber noch keine Entscheidung getroffen worden. Entgegen bisherigen Spekulationen gebe es aber keine geheim gehaltene Klageschrift, sagten Regierungsbeamte.

Assange sitzt in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. Dort hält er sich seit Juni 2012 auf. Er will einer Auslieferung nach Schweden entgehen, wo er sich einem zivilrechtlichen Verfahren wegen behaupteter Sexualvergehen stellen müsste. Der WikiLeaks-Gründer befürchtet, von Schweden an die USA ausgeliefert und dort angeklagt zu werden.

WikiLeaks hatte von 2010 bis 2011 zehntausende vertrauliche Depeschen des US-Außenministeriums veröffentlicht. Die Veröffentlichung der Papiere unter anderem über die Kriege im Irak und in Afghanistan hatte weltweit für Aufsehen gesorgt. Als Whistleblower der Dokumente wurde Chelsea (vorher: Bradley) Manning im Sommer zu 35 Jahren Haft verurteilt.

 

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