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Kamerun: Mindestens 32 Tote bei Serie von Selbstmordanschlägen

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Baku, 26. Januar, AZERTAC

Wie AZERTAC unter Berufung auf die Nachrichtenagentur TASS berichtet, sind bei einer Serie von Selbstmordanschlägen im Norden Kameruns mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen, weitere 86 verletzt.

Die vier Attentäter hätten sich an zwei Orten in der Stadt Bodo nahe der Grenze zu Nigeria in die Luft gesprengt, sagte Gouverneur Midjiyawa Bakari. 65 Personen seien verletzt worden. Für die Anschläge wurde die nigerianische Terrormiliz Boko Haram verantwortlich gemacht.

Die Nachrichtenagentur Aamak, ein Sprachrohr des sogenannten Islamischen Staats, berichtete von den Selbstmordattentaten in Bodo und erklärte, Ziel seien mit dem Militär verbündete Milizen gewesen. Boko Haram hatte im vergangenen März dem IS die Gefolgschaft geschworen.

Kamerun entsandte Soldaten in die Grenzregion zu Nigeria. Dort seien mindestens 17 Aufständische getötet worden, sagte Kommunikationsminister Issa Tchiroma Bakary.

Die Nachbarstaaten Nigerias wie Kamerun und der Tschad beteiligen sich an einer Militäroperation gegen die islamistische Boko Haram. Sie wurden deshalb seit vergangenem Jahr immer wieder zum Ziel von Anschlägen der Extremisten. Allein in Kamerun kam es im vergangenen Monaten zu mindestens fünf Attentaten auf Moscheen. Seit Beginn des Aufstandes von Boko Haram vor sechs Jahren kamen nach Schätzungen der Vereinten Nationen und der Menschenrechtsorganisation Amnesty International etwa 20 000 Menschen ums Leben, 2,3 Millionen wurden vertrieben, vor allem im Nordosten Nigerias.

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