WIRTSCHAFT


Kanadisches Unternehmen im nordgriechischen Region Chalkidiki gesteckt

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Baku, 13. Januar, AZERTAC 

Das Minenprojekt in Nordgriechenland ist eine der größten Investitionen des Landes im Bereich Goldgewinnung. Doch aus Protest gegen bürokratische Hemmnisse hat das kanadische Unternehmen Eldorado Gold vorerst die Arbeiten gestoppt.

Über eine Milliarde Euro hat das kanadische Unternehmen Eldorado Gold in den vergangenen Jahren in die Erschließung von Goldminen im nordgriechischen Region Chalkidiki gesteckt. Knapp 2000 Menschen arbeiten dort, noch in diesem Jahr sollten die Minen voll in Betrieb gehen. Die Investition gilt als eine der größten im Bereich der Goldgewinnung in Griechenland. Doch nun ist sie in Gefahr: Aus Protest gegen bürokratische Hemmnisse stellte das Unternehmen seine Grabungs- und Ausbauarbeiten größtenteils ein.

Eldorado Gold begründete seine Entscheidung am Dienstag mit "Versäumnissen des (zuständigen) Ministeriums und der Behörden". Notwendige Bescheinigungen und Genehmigungen seien nicht ausgehändigt worden. Aus diesem Grund könne das Unternehmen "in dieser Phase seine Investitionspläne nicht in die Tat umsetzen", hieß es in der Mitteilung.

Die Links-Rechts-Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte in den vergangenen Monaten den weiteren Ausbau der Goldminen nahe Skouries auf der Touristenhalbinsel Chalkidiki gestoppt und angekündigt, sie werde das gesamte Projekt überdenken. Die Kritik richtet sich unter anderem gegen die negativen Folgen der Mine für die Umwelt. 1100 Mitarbeiter waren vorübergehend arbeitslos, erst nach einer einstweiligen Verfügung nahmen sie ihre Arbeit wieder auf.

Insgesamt ist die kanadische Bergbaugesellschaft in der Region an drei Minen beteiligt. Jährlich sollten hier zwölf Tonnen Gold pro Jahr gefördert werden. Damit würde Griechenland zu einem der größten Goldproduzenten Europas aufsteigen. Zum Vergleich: China fördert jährlich mehr als 400 Tonnen, Griechenland stiege weltweit in die Top 30 auf.

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