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Kim verbannt seinen stellvertretenden Außenminister

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Baku, 12. Oktober, AZERTAC

Er muss die Hauptstadt Pjöngjang verlassen und aufs Land ziehen. Laut einem Medienbericht hat Nordkorea seinen stellvertretenden Außenminister abgestraft. Er soll für das Vergehen eines anderen büßen.

Einer seiner Diplomaten hatte sich in den verfeindeten Süden abgesetzt - für Nordkoreas Vizeaußenminister bleibt das wohl nicht ohne Folgen: Die Regierung des kommunistischen Landes hat Kung Sok Ung offenbar verbannt - samt Familie. Das berichtet das südkoreanische Blatt "JoongAng Ilbo".

Ende Juli war der stellvertretende nordkoreanische Botschafter in Großbritannien, Thae Yong Ho, mit seiner Familie nach Südkorea geflohen. Vizeaußenminister Kung sei für die Botschaften seines Landes in Europa zuständig gewesen und deshalb für den Fall zur Rechenschaft gezogen worden, hieß es nun.

Er habe die Hauptstadt Pjöngjang mit seiner Familie verlassen und aufs Land ziehen müssen. Der 72-jährige Kung galt als Veteran der nordkoreanischen Außenpolitik, der sich fast zwei Jahrzehnte lang um die Beziehungen zu Russland und Europa kümmerte.

Zahlreiche Hinrichtungen - Das stalinistisch regierte Nordkorea gehört zu den am stärksten abgeschotteten Ländern der Welt, es herrscht Zensur, die Opposition wird unterdrückt. Mit Südkorea besteht seit dem Koreakrieg (1950 bis 1953) ein Waffenstillstand, ein Friedensvertrag wurde nie geschlossen. Seit Jahren fordert die nordkoreanische Führung die Weltgemeinschaft mit ihrem Atomwaffenprogramm heraus.

Seit Kims Machtübernahme im Jahr 2011 hat er zahlreiche Hinrichtungen angeordnet und ranghohe Funktionäre bestraft, um seine Position zu festigen. Die südkoreanische Nachrichtenagentur nennt die Zahl von hundert hingerichteten Funktionären unter Kims nunmehr fünfjähriger Herrschaft.

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