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Klimaveränderung: wärmster Januar

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Baku, 18. Februar, AZERTAC 

Der neunte Monat in Folge bricht global einen Wärmerekord. Auch der Januar war der wärmste seit mindestens 1880.

2016 ist ungewöhnlich warm gestartet. Der Januar war nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA weltweit der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880.

Die Temperatur habe 1,04 Grad Celsius über dem Durchschnitt aller Januar-Aufzeichnungen des 20. Jahrhunderts gelegen, wie die NOAA mitteilt. Demnach war der Januar 2016 bereits der neunte Monat in Folge, in dem ein neuer Temperaturrekord aufgestellt wurde.

Der Rekord geht vor allem auf besonders hohe Temperaturen über der Meeresoberfläche zurück. Demnach lag die durchschnittliche Temperatur dort um 0,86 Grad Celsius über dem Mittelwert des 20. Jahrhunderts.

Das Wetterphänomen El Niño wirkt seit einigen Monaten. Es treibt warmes Pazifikwasser an die Oberfläche, das die Luft wärmt. Auf dem Festland lag die Januar-Temperatur im weltweiten Durchschnitt etwa 1,55 Grad Celsius über dem Mittelwert des 20. Jahrhunderts.

Im Januar hatte die NOAA mitgeteilt, dass 2015 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1880 war - und zwar mit deutlichem Abstand. Die Durchschnittstemperatur hat demnach um 0,9 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts gelegen.

Laut NOAA war 2015 um 0,16 Grad wärmer als der bisherige Rekordhalter 2014. Die University Berkeley sah einen Vorsprung von 0,14 Grad - auch sie hat für 2015 einen Wärmerekord festgestellt.

Die Forscher sehen in der Erwärmung ein klares Zeichen für den zunehmenden Einfluss des Menschen auf das Klima. Der Trend zeige eindeutig nach oben. Seit 1970 hat sich die bodennahe Luft im globalen Durchschnitt laut NOAA um 0,17 Grad pro Jahrzehnt erwärmt.

Eine weitere Erwärmung ist Klimaforschern zufolge nicht mehr zu verhindern, weil die Menschheit bereits rund 2000 Milliarden Tonnen Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen hat, deren Wärmewirkung sich noch nicht voll entfaltet habe.

3200 Milliarden Tonnen wären nötig, um die Luft mit großer Wahrscheinlichkeit auf zwei Grad im globalen Durchschnitt aufzuwärmen, zeigen Rechnungen - die Zwei-Grad-Grenze halten viele Forscher für die maximal erträgliche Schwelle. In spätestens 30 Jahren dürfte das Budget aufgebraucht sein.

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